SJM - U 16 Mannschaftsmeisterschaften  2 zu 2 zu 2

 

Am 03. Februar wurden mit der 7. Runde die SJM-Mannschaftsmeisterschaften 17/18 beendet. In dem Wettkampf gegen TuS Strempt konnten wir nochmal in Komplettbesetzung antreten. Da auch der Gegner seine stärksten vier ans Brett brachte waren ausgeglichene Spiele zu erwarten. Es begann verheißungsvoll mit einem Qualitätsgewinn von Ilja. Allerdings litt die Figurenentwicklung etwas und als er in den gegnerischen Angriff „reinrochierte“ hätte er nach g6 die Qualität bei schlechterer Stellung wieder zurückgeben müssen. Er übersah jedoch die Gefahr und ließ sich mattsetzen – ein schneller unnötiger Spielverlust. Währenddessen sah es an den anderen Brettern besser aus: Marlon hatte starken Angriff in der g-Linie, den er allerdings etwas zögerlich führte. Friedrich und Alexander waren materiell im Vorteil. Die zum Teil offenen Stellungen boten aber auch den Gegnern  Möglichkeiten zum Gegenspiel. Insbesondere bei Friedrich konnte die Partie wegen seines unrochierten Königs schnell kippen.  Eigentlich hätte Marlon schnell für das 1:1 sorgen müssen, aber er übersah dass sein Dameneinschlag auf g6 wegen der Fesselung des f-Bauerns jederzeit möglich war. So sorgte Alexander für den Ausgleich und alles sah wieder etwas freundlicher aus. Dann erkannte Friedrichs Spielpartner nicht die Chancen einer Turmverdoppelung, was zu einer Zugwiederholung oder ein ausgeglichenes Turmendspiel geführt hätte. In Folge hatte Friedrich leichtes Spiel und brachte uns in Führung. Währenddessen mühte sich Marlon immer noch und man musste fast befürchten, dass er den Sieg aus der Hand gibt. Der Gegner verteidigte aber auch nicht optimal und so schaffte er letztlich den Erfolg und sorgte für den 3:1 Endstand.


Was nehmen wir als Fazit der U16 Mannschaftsmeisterschaften mit? Nüchtern betrachtet gewannen wir zwei Wettkämpfe, spielten zweimal unentschieden und verloren zweimal. Leider haben nur die vier genannten Spieler mitgewirkt. Dies hatte zur Folge, dass wir Bretter teils freilassen bzw. den Mannschaftskampf nach dem Brötchenturnier ganz absagen mussten. Auf den ersten beiden Brettern waren wir super vertreten. Eine bessere Punkteausbeute scheiterte an den hinteren Brettern, wobei sich Marlon und Ilja tapfer schlugen (insbesondere Ilja als U12-Spieler!). So bin ich mir sicher, dass es allen Spaß gemacht hat. Den größten Spaß hatte natürlich Alexander, wie die DWZ-Auswertung zeigt. Den einzig halben Punkt, den er abgab, war übrigens gegen einen Spieler der auch einen ähnlichen „DWZ-Sprung“ gemacht hat.


DWZ                           Saisonbeginn     aktuell     Auswertung U16
Friedrich Moske  2,5 aus 4        1.057         1.057            1.099        + 42
Alexander Berkle 5,5 aus 6          941           894            1.127        +233
Marlon Metz      2   aus 5          769           769              794        + 25
Ilja Stein       1,5 aus 5          778           752              739        - 13


Für kommende Saison ist unklar, inwieweit wir eine U16-Mannschaft stellen können, da Marlon „zu alt“ ist und Ilja immer noch U12 spielen kann.

 

                                Gerald Kirste, 09.02.18

Peinliches 1:3 gegen Eilendorf

 

 

Die Geschichte des Spiels der U16 Mannschaft gegen Eilendorf 2 ist schnell erzählt. Kurzfristig fielen zwei Spieler aus (einer unentschuldigt !), so dass wir nur mit einer Rumpfmannschaft gegen einen ohnehin leicht stärker einzuschätzenden Gegner antraten. Auch der Beginn der verbliebenen Partien lief nicht gut für uns. Alexander Berkle musste sich direkt gegen aggressive Eröffnungszüge verteidigen und tat dies nicht optimal. Ilja Stein geriet in seiner Partie schnell unter Druck und unter materiellen Nachteil. Der Gegner ließ nichts anbrennen, sammelte – ohne Risiko zu gehen - in Ruhe Material ein und zwang dann Ilja in hoffnungsloser Stellung zur Aufgabe. Alexander hatte währenddessen eine Figur weniger ohne über Kompensation zu verfügen. Sein Mehrbauer war nichts wert, die Stellung sehr passiv. Der Gegner war in seiner überlegenen Stellung allerdings so mit Angriffszügen beschäftigt, dass er seine Schwachstelle auf der Grundreihe übersah. Zu spät bemerkte er, dass ein Schwerfigurentausch mit matt verbunden wäre und musste deshalb die Dame geben. Jetzt war es für Alexander ein leichtes zum schmeichelhaften Sieg abzuwickeln.

 

Insgesamt aufgrund der Umstände eine peinliche 1: 3 Niederlage für den SV Erftstadt.

 

 

 

Gerald Kirste

 

 

 

 Wechselvolles 2:2 der U16-Mannschaft

 

Am närrischen 11.11. hatte die U16-Mannschaft das erste Heimspiel. Gegner waren die Schachfreunde Baesweiler. Leider konnten wir umständehalber nur zu dritt antreten, da Friedrich Moske von der Stammmannschaft verhindert war und mögliche Ersatzgestellung aus unterschiedlichen Gründen scheiterte.

Wir begannen also mit einem 0:1 und auch die Eröffnungen verhießen nichts Gutes: Marlon Metz und Ilja Stein waren direkt unter Druck. Einzig Alexander Berkle führte seinen Gegner auf unbekanntes Terrain. Offensichtlich war das eine von Pascal trainierte und einstudierte Variante Währenddessen hatte Ilja bereits eine Figur verloren und verschmähte auch die Rückeroberung eines Springers. Danach wurde es noch schlimmer und Turm und Läufer gingen unnötig und kompensationslos verloren. Als die Partie praktisch aufgabereif war gelang dann der „lucky punch“. Während der Gegner Material einsammelte gelang Ilja mit den letzten beiden Figuren ein einzügiges matt! Auch Marlon stand jetzt überraschenderweise mit einer Figur im Vorteil und Alexander spielte ohnehin auf ein Tor und wickelte souverän in einen nie gefährdeten Sieg ab. Mit einem 2:1 Zwischenstand war nur noch die Partie von Marlon im Gange. Leider reihten sich jetzt mehrere grobe Fehler aneinander. Das Einstellen des Springers wäre verschmerzbar gewesen, wenn denn der letzte verbliebene gegnerische Bauer am Damenflügel eingesammelt worden wäre (mit der Folge zweier verbundener Freibauer für Marlon). Jetzt war die Partie objektiv immer noch remis – doch dann übersah Marlon ein Grundreihenmatt. Umgekehrt zum Glück von Ilja verlor er noch seine Partie und die Baesweiler traten mit einem 2:2 die Heimreise an. Für uns bleibt zu hoffen, dass wir an den folgenden Spieltagen wieder die Mannschaft komplett ans Brett bekommen.

 

 

Gerald Kirste

Am total verregneten Samstag bestritt die U16-Mannschaft das zweite Saisonspiel in Düren-Lendersdorf gegen die dortige 2. Mannschaft. Zur Ausgangslage: Alexander Berkle, Marlon Metz und Ilja Stein hatten nahezu identische Vorleistungen wie ihre Gegner; lediglich Friedrich Moske auf Brett 1 hatte DWZ-mäßig etwas mehr zu bieten als sein Gegner.

 

Es entwickelten sich direkt spannende Partien mit Ausnahme von Marlon an Brett 3: der Gegner war wohl indisponiert und schob schon in der Eröffnung zweimal die Dame mit der Folge, dass die „Monster“-Springergabel auf König, Dame und Turm möglich war. Da ließ sich Marlon nicht zweimal bitten und räumte in der Folgezeit die gegnerischen Figuren bis zur Aufgabe weg. Zwar zeigte er sich irritiert über den einfachen Sieg aber es stand 1:0. Ilja neutralisierte sich mit dem Gegner bis dieser einen Springer einstellte. Danach wäre der Sieg im Turmendspiel eigentlich ein leichtes gewesen, aber Ilja benutzte seine zusätzliche Figur nicht. Einer doppelten Bauerneroberung am Damenflügel hätte der Kontrahent tatenlos zusehen müssen. Zu allem Überfluss bot er ohne Kenntnis des Mannschaftsführers ein remis an, was der Gegner sofort annahm. Seine Ausrede: „ich wusste nicht, wie ich ihn matt setzen sollte“. Der Zwischenstand war umso ärgerlicher als an den beiden vorderen Brettern die Lage völlig unklar war. Alle vier Spieler suchten den Gewinnweg und waren trotz fehlerhafter Züge mitunter sehr kreativ. Materialvorteile von Friedrich und Alexander minimierten sich wieder. Alexander hatte sich bei Turm und zwei Springer gegen zwei Türme einen Freibauern geschaffen. Diesen brachte er souverän bis zur Grundlinie durch mit der Folge, dass der Gegner einen Turm opfern musste. Jetzt war die Partie gelaufen und der erste Mannschaftssieg der Saison sichergestellt. Währenddessen sah es um Friedrich nicht mehr gut aus: beide Spieler hatten drei Bauern am Königsflügel und je einen Freibauern, der aber vom gegnerischen Turm angegriffen war. Der kleine Unterschied war, dass Friedrich kein Luftloch für den König hatte – es drohte Grundreihenmatt! Beide Freibauern fielen, aber Friedrich musste zwei Minusbauern am Königsflügel in Kauf nehmen. Jetzt zeigte sich – wie er später sagte – angewandtes Training bei Pascal. Statt aufzugeben gab er sich kämpferisch und nervte mit ständigen Schachgeboten „von hinten“ bis er tatsächlich einen Bauern zurückerobern konnte. Jetzt war der Widerstand gebrochen und man einigte sich auf remis. Wir fuhren also mit einem 3:1 nach Hause. Der fehlende Anorak wird diese Woche nachgeliefert.

 

Schön war neben dem Ergebnis, dass wir wieder mit identischer Aufstellung antreten konnten und damit ein Mannschaftsgefühl erzeugten.

 

Gerald Kirste