Verleihung des Qualitätssiegels 2018

Das Qualitätssiegel "Deutscher Top-Schachverein" wieder verlängert - zum siebenten Mal.

 

2018 Brief MdL Golland

Qualitätssiegel

Verleihung des Qualitätssiegels 2015

Feierliche Verleihung am 4.12.2015

 

Als Rahel Celik zum Zwecke musikalischer Auflockerung in die Tasten griff, da hatte unser 1. Vorsitzender Klaus Jödden die 94 Gäste des Abends bereits begrüßt, unter ihnen Vertreter von Kreis, Kommune und Verbänden. Der Anlass der Feier an diesem vorweihnachtlichen 4. Dezember war mehr als erfreulich: Der Deutsche Schachbund verlieh Erftstadt erneut das Qualitätssiegel „Deutscher Top-Schachverein“ für hervorragende Leistungen in der Kinder- und Jugendarbeit, und zwar als einzigem deutschen Schachverein zum sechsten Mal in Folge. Zusammen mit der Auszeichnung erhielt der Verein Bildungsgutscheine und Startgelder für die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften.


Das Siegel ist nicht nur Anerkennung für die engagierte ehrenamtliche Arbeit und Werbemittel für Neumitglieder, sondern auch ein wichtiges Signal in Richtung Sponsoren und Kommune: Einem Spitzenverein sagt man besonders gerne Unterstützung zu. Insofern ist das Siegel auch von strategischem Nutzen: Es sichert die Zukunft des Vereins nicht nur durch nachgewiesene hervorragende Betreuung des Nachwuchses, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Das betonte auch Harald Dudzus, Vorsitzender des KreisSportBunds Rhein-Erft. Besonders begeisterte ihn die geplanten Kooperationen zwischen Schulen und Verein in Projektform – und sicherte für die Umsetzung dieser Idee finanzielle Unterstützung zu. Dabei holte er direkt den Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend Jörg Schulz mit ins Boot. Der hatte zuvor in einem feierlichen Akt das Siegel offiziell übergeben. „Wenn wir verlieren, sind wir’s immer selber schuld“ – für den sympathischen Schachfunktionär aus Berlin ist dies die Quintessenz sozialer Kompetenz, die Botschaft, die das Schachspielen – neben dem Spaß an Strategie und Taktik – nicht nur für Kinder und Jugendliche bereithält. Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernehmen sei für ihn der Kern der Bildungsarbeit, die in Erftstadt darüber hinaus durch frühe Verantwortungsübertragung, gelebte Gemeinschaft und Hilfestellung in schwierigen Phasen geprägt sei. Dass nicht nur leistungsstarken, sondern jedem der 51 Kinder und Jugendlichen gleichermaßen mit Achtsamkeit begegnet würde, sei neben Vereinszeitschrift, unterschiedlichen Trainingsgruppen und Veranstaltungen wie dem Brötchenturnier ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung gewesen, das Siegel erneut an Erftstadt zu verleihen. Besonders stellte er auch die Stellung der Sponsoren heraus, die für einen Verein fast ebenso wichtig sind wie die Menschen, die bereit sind, einen Großteil ihrer Freizeit der Vereinsarbeit zu widmen. Mit Udo und Frank Schlich treten nun die Söhne des im letzten Jahr verstorbenen Förderers Helmut Schlich sozusagen sponsorenmäßig in die Fußstapfen ihres Vaters. Als Udo Schlich mit den Gästen Erinnerungen an seinen Vater teilte, war dies dann auch ein sehr emotionaler Teil des Abends. Zeitungsfotos von Schachturnieren, an denen er als Kind mit seinem Vater zu sehen ist; eine Vereinszeitung von 1957 des 1. FC Köln – damals noch im Schachsport engagiert – zeigt Helmut Schlich an Brett 7: mit 7 aus 9, eins verloren, eins Remis. Also schon lange Zeit ein guter Schachspieler, bevor er sich dann 1996 entschloss, Förderer zu werden. Und das, wie der Sohn nun in Erinnerung rief, auf Initiative seiner Frau. Aus diesem Grund, um endlich auch ihrer Rolle gerecht zu werden, lobt der Verein ab sofort die Jugendturniere im Blitzen und Schnellschach auch in ihrem Namen aus, als Doris-und-Helmut-Schlich-Jugendturniere.


Mit dem stellvertretenden Bürgermeister Theo Mechernich kam auch die Kommune anerkennend zu Wort. Er stellte ebenfalls die Verantwortung, die Kindern im Verein schon früh übertragen werden, als besonderes Gütekriterium heraus. Der Vize-Verwaltungschef machte deutlich, dass die Möglichkeiten der Stadt, Sozialarbeit zu leisten, sehr begrenzt ist. Nur durch ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit ist eine Kommune als Verbund-Solidargemeinschaft in der Lage, den Kindern Entfaltungsmöglichkeiten und Unterstützung zu bieten, die sie jenseits der Familie für ihre Entwicklung brauchen.


Monika Arnsfeld pflichtete dem voll und ganz bei. Die Vorsitzende des Stadtsportverbands Erftstadt ehrte den Verein mit einer Urkunde für hervorragende Jugendarbeit und sagte für die nächsten Stadtmeisterschaften Unterstützung in Form von Urkunden und Plaketten zu. Nachdem sie die Vereinshistorie kurz Revue passieren ließ – Liblarer SGE, Lechenicher VfB und dann selbständig –, übergab sie Klaus Jödden die Nr. 22 von nur 100 handgefertigten Exemplaren der 1. Stadtmeisterschaftszeitschrift von 1974 – eine Rarität, für die sich besonders Alphons Schiffer begeisterte.


Bevor die Siegerehrungen starten konnten, an deren Anschluss ein großes Pizza-Buffet wartete, beschloss noch Dr. Ludwig Rüssel als Vater eines der (jugendlichen) Mitglieder den Reigen der Grußworte. Er stand dort als Sprecher aller Eltern, die glücklich sind, dass ihre Kinder jenseits von Schule einer Beschäftigung nachgehen, die Verantwortungsbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit fördert. Eine Beschäftigung, die ohne jede Art von Elektronik auskommt, die taktisches und strategisches Denken fördert, Fairness und regelhaftes Verhalten. Er dankte den Menschen, die mit viel Liebe und oft ohne gebührenden Dank einer manchmal anstrengenden und mühseligen, in (hoffentlich) vielen Fällen aber auch glückbringenden Tätigkeit nachgehen: Kindern etwas auf den Weg zu geben, das sie niemals wieder vergessen werden. Dass es Menschen gab, die sich gekümmert haben. Und dass das Leben ein Schachspiel ist.

Natalie Schopp

 

2015-urkunde stadtsportbund 001

                         



Qualitaetssiegel 2016
    Foto: Simone Ascher

 

 

 

Qualitätssiegel: Interview der Deutschen Schachjugend

 

 

 

DSJ: Warum bewirbt sich der Schachverein Erftstadt e.V. zum sechsten Mal in Folge um das Qualitätssiegel des Deutschen Schachbundes "Deutscher-Top-Schachverein" für Kinder und Jugendarbeit?

 

SVE: Im Jahre 2000 bewarben wir uns als erster Verein in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal um das Qualitätssiegel. Wir waren einfach neugierig, ob unsere Jugendarbeit auch vom Deutschen Schachbund als erfolgreich angesehen und mit dem Qualitätssiegel gewürdigt wird. Natürlich ging es auch darum, die Trainingsarbeit, die Betreuung bei Turnieren und die außerschachlichen Aktivitäten hervorzuheben, um die Verantwortlichen und letztlich auch den ganzen Verein mit Stolz zu erfüllen. Eine derartige Anerkennung der eigenen Arbeit „von außen“ hat für viele unserer ehrenamtlichen Helfer einen ganz anderen Stellenwert, als wenn sie ausschließlich vom Vorstand des Vereins für ihr Engagement gelobt würden.

 

Auch die Außendarstellung des Vereins wird gefördert. So findet die Verleihung des Qualitätssiegels im feierlichen Rahmen, meist im Rathaus der Stadt, in Anwesenheit des Bürgermeisters, der Presse, zahlreicher Vereinsmitglieder und vieler Eltern statt. Als Verein, der offiziell anerkannt gute Jugendarbeit leistet, können wir uns der Unterstützung des Bürgermeisters und des Schuldezernenten sicher sein, was bei der Zusammenarbeit mit Schulen und der Reservierung von Räumlichkeiten für größere Turniere von Vorteil ist.
Seitdem uns das Qualitätssiegel erstmals verliehen wurde, haben wir uns regelmäßig nach dessen Ablauf erneut beworben. Diese regelmäßigen Neubewerbungen sehen wir als Ansporn, nicht nachzulassen, das hohe Niveau der Jugendarbeit zumindest zu halten und möglichst noch zu verbessern. Dieses stetige Engagement zahlt sich auch im Hinblick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen aus: Hatten wir bei unserer ersten Bewerbung noch 28 jugendliche Mitglieder, so sind es jetzt über 50. Die stetige Jugendarbeit würde sich zwar ohnehin durch Mund-zu-Mund-Propaganda herumsprechen, das Qualitätssiegel hilft aber zusätzlich, indem es unsere positive Präsenz in der Lokalpresse steigert: Einige Artikel, z.B. zur Siegelverleihung, können ausschließlich aufgrund des Qualitätssiegels in der Lokalpresse untergebracht werden, andere Artikel, in denen z.B. von Erfolgen der Mannschaften berichtet wird, wären zwar ohnehin erschienen, können aber aufgrund des Siegels mit einem zusätzlichen Hinweis auf unsere gute Jugendarbeit versehen werden. Das wiederum erleichtert die Nachwuchsgewinnung zusätzlich – sowohl im Hinblick auf Kinder und Jugendliche, die selbst oder deren Eltern von uns gelesen oder gehört haben, als auch im Hinblick auf die Gewinnung erwachsener Mitglieder, die aufgrund unseres guten Rufs auch auf uns aufmerksam geworden sind, ohne dass sie selbst ein konkretes Interesse an der Jugendarbeit haben müssten.  

 

Qualitätssiegel 2012

 

Der Schachverein Erftstadt e.V. erhält erneut das Qualitätssiegel „Deutscher-Top-Schachverein“ für hervorragende Leistungen in der Kinder und Jugendarbeit.

Am 23.11.2012 fand die Verleihung durch den Jugendsprecher der Deutschen Schachjugend, Herrn Eric Tietz, statt. Anwesend waren auch der Bürgermeister der Stadt Erftstadt, Herr Franz-Georg Rips und der Jugendsponsor Herr Helmut Schlich, der an diesem Tag zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Unser 1.Vorsitzender, Dr. Daniel Effer-Uhe, begrüßte sie und die 80 Gäste.

 

Qualitaetssiegel 2012
     Foto: Simone Ascher

Informationen zum Qualitätssiegel
Von den etwa 3.000 Schachvereinen in Deutschland haben überhaupt erst 27 Vereine das Qualitätssiegel erhalten, davon nur drei aus NRW. Als erster Verein bundesweit erhält der Schachverein Erftstadt die Auszeichnung bereits zum fünften Mal in Folge.
Das Qualitätssiegel wird jeweils nur für die Dauer von drei Jahren verliehen, dann muss die Bewerbung erneut erfolgen.
 
Daniel Effer-Uhe, Peter Kirst
 

 

Qualitätssiegel 2009 

 

Erneute Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Top-Schachverein“. Helmut Schlich ehrt Sieger der Jugendturniere.

Unser Verein wurde zum 4. Mal mit dem Qualitätssiegel „Top-Schachverein im Bereich Kinder- und Jugendarbeit“ ausgezeichnet. Wir erhielten diese Auszeichnung erstmals im Jahr 2000 und sind der einzige Verein, der auf diese Weise zum vierten Mal geehrt wurde.

Der Deutsche Schachbund vergibt das Siegel an besonders kinder- und jugendfreundliche Vereine und erwartet u.a.: Förderung im Breiten- und Spitzensport, Trainings- und Turnierangebote speziell für Kinder und Jugendliche, Kooperation mit Schulen, außerschachliche Veranstaltungen, Mitwirkung von Jugendlichen in den Vereinsgremien, jugendgerechte Spielzeiten und Spiellokal.

Am 4. Dezember überreichte uns Lisa Molitor, Vorstandsmitglied der Deutschen Schachjugend, das Siegel. Sie würdigte besonders das Engagement des Vereins im Bereich des Kinderschachs und betonte, dass wir eine der größten Jugendabteilungen in Deutschland hätten.


Lisa Daniel
Daniel Effer-Uhe empfängt das Qualitätssiegel aus den Händen von Lisa Molitor
    
Qualitaetssiegel 2009
   Foto: Simone Ascher

 

Auch Bürgermeister Franz-Georg Rips lobte die Jugendarbeit des Vereins. Er ist Vereinsmitglied, war zeitweise 1. Vorsitzender und viele Jahre lang aktiver Spieler.

Der Erftstädter Unternehmer Michael Sachs (Firma Eurocert) überreichte uns eine Geldspende. Er ist zwar selbst nicht Vereinsmitglied, möchte aber den Schachsport unterstützen.

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Helmut Schlich, Franz-Georg Rips, Michael Sachs, Daniel Effer-Uhe

 

Die Veranstaltung wurde musikalisch untermalt von Thjorven Ishorst (Cello), Christian Hechler (Oboe) und seiner Mutter (Geige).

Im Anschluss an die Siegelverleihung nahmen Helmut Schlich und Turnierleiterin Dörte Greve die Siegerehrung der Jugendturniere vor. Helmut Schlich stiftet bereits seit über 10 Jahren die Preise für das nach ihm benannte Helmut-Schlich-Jugendblitzturnier. Den ersten Platz in der Jugend A-Gruppe belegte Philipp Kossack, in der B-Gruppe Max Engelmann. Bei den Schülern siegte Pascal Berkle in der A-Gruppe, Christian Hechler in der B-Gruppe und Ruben Schmitz in der C-Gruppe. Im Tandemturnier gewannen Dörte Greve und Anna Wagner.

 

Christian Volk

Qualitätssiegel 2006

35 Jahre Schach in Erftstadt
10 Jahre eigenständiger Verein SV Erftstadt e.V.

Im Rahmen des Festakts im Juni 2006 bot Großmeisterin Ketino Kachiano-Gersinska eine Simultanvorstellung.

Der Deutsche Schachbund überreichte dem SV Erftstadt zum dritten Mal das Qualitätssiegel "Top-Schachverein".


Pressespiegel

Kölnische Rundschau, 20.06.2006

Zwei Jubiläen gefeiert und Meister geehrt

ERFTSTADT. Im Festsaal des Liblarer Rathauses wurde am Wochenende ein doppeltes Jubiläum gefeiert: 35 Jahre Schach in Erftstadt und die Gründung des Schachvereins vor zehn Jahren. Vize-Landrat Harald Dudzus und Vize-Bürgermeister Albert Granrath würdigten in ihren Ansprachen die Leistungen des jungen Vereins.

Im Laufe der Feier, die bereits am Nachmittag mit Simultanschach eröffnet worden war, gab es eine herausragende Ehrung. So erhielt Erftstadt aus der Hand von Hans-Jürgen Weyer vom Schachbund NRW die seltene Auszeichnung des Deutschen Schachbunds „Deutscher TOP-Schachverein für hervorragende Jugendarbeit“. Dieses Qualitätssiegel nahm der Vorsitzende Peter Kirst bereits zum dritten Mal in Folge in Empfang. Erftstadt gehört damit unter den rund 2700 Vereinen in Deutschland zu den 14 ausgezeichneten und ist der einzige Verein, der auf solche Erfolgszahlen verweisen kann.

Das ist auch ein Verdienst des Sponsors Helmut Schlich, Erftstadts bestem Blitzschachspieler. Er hatte bereits 1996 ein großzügiges Förderprogramm für die Schachjugend gestartet. Zu dessen Aufgabe gehört es, dass für die Sieger bei den Kinder- und Jugendlichen jährlich Pokale und Geldpreise gestiftet werden. „Die Hauptakteure des Schachwunders von Erftstadt sind unsere Kinder und Jugendlichen, Erwachsene sind bei uns in der Minderheit“, gab sich Schlich dann auch bescheiden. „Wir machen in Erftstadt keine Wunderdinge, organisieren nur, was auf die Psyche der Jugend eingeht.“ Als positiv bezeichnete er den Versuch, den Spieltrieb der Kinder zu fördern, ihnen bestimmte Anreize zu liefern sowie die Förderung durch gezieltes Training. „So wird aus der Spielfreude einmal Spielkultur“, prognostizierte der Sponsor und versprach, künftige die finanzielle Förderung fortzusetzen. Joachim Haupt, von Anfang an dabei, war es in Anwesenheit von Schachfreunden aus der englischen Partnerstadt Wokingham vorbehalten, im Laufe des Festabends einen Vereinsrückblick als Bilanz der Erfolge zu liefern. Um einen Ausblick für den Verein, dessen rund hundert Mitglieder überwiegend Jugendliche sind, ergänzte Vorsitzender Kirst die Berichte.

Anschließend zeichnet Christian Volk die Schachmeister aus: Stadtmeister Erwachsene Valeri Hartmann. Schnellschachpokalmeister Andreas Harcke, Jugendstadtmeister Henrik Fritsch, Schülerstadtmeister Roman Estl, Mädchenstadtmeisterin Dörte Greve sowie Schülermeister Martin Isherst, Viktor Teutsch und Daniel Klötzing.

 

Kölner Stadtanzeiger, 19.06.2006

Die Zähne ausgebissen

Erftstadt-Liblar - Beim Schach macht Dörte Greve so schnell keiner was vor. Einmal in der Woche trainiert die 14-jährige Gymnasiastin im Erftstädter Schachverein und übt auch daheim fleißig knifflige Züge mit Verwandten oder am Computer. Am Samstagnachmittag kam sie allerdings ins Schwitzen. Denn gegen Großmeisterin Ketino Kachiani-Gersinska durfte sie antreten, die seit Jahren zu den zehn besten Schachspielerinnen der Welt zählt. „Ein tolles Gefühl“ sei das, freute sich Dörte. „Das ist, als ob ein Fußballer einen Elfmeter gegen Oliver Kahn schießen darf“, fügte Joachim Haupt hinzu, der den Erftstädter Schachverein vor mehr als 35 Jahren mitgegründet hat.

Um das Leistungsgefälle auszugleichen, spielte die deutsche Nationalspielerin gleichzeitig gegen zwanzig Kontrahenten des Erftstädter Schachvereins. Weitere zwanzig Gegner nahm sich Bernd Rosen vor, Bundesligaspieler aus Essen und Trainer in Erftstadt. „Wenn einer unserer Spieler gewinnt, ist das schon ein Achtungserfolg“, sagte Haupt, als die rund drei Stunden dauernden Spiele begannen.

Am Ende wurde es aber nichts mit einem Sieg für die Erftstädter - lediglich fünf Remis luchsten sie den Profis ab. „Damit sind wir auch zufrieden“, so Haupt. Eine Auszeichnung erhielten die Erftstädter aber dennoch: Der Deutsche Schachbund (DSB) würdigte die hervorragende Nachwuchsarbeit bereits zum dritten Mal mit dem Qualitätssiegel „Deutscher Top-Schachverein“. Kein anderer Verein in Deutschland wurde so häufig für seine Jugendarbeit geehrt. „Wer weiß, vielleicht sehen wir demnächst den ein oder anderen Spieler auf der großen Bühne wieder“, sagte Profi Kachiani-Gersinska.

Am späten Nachmittag nahmen die aktuellen Schach-Stadtmeister aus Erftstadt ihre Pokale entgegen. Bei den Herren siegte Valeri Hartmann vor Alphons Schiffer. Im Schnellschach hatte Andreas Harcke die Nase vorne. Im Wettbewerb der Jugend gewann Henrik Fritsch, und bei den Schülern sicherte sich Roman Estl den ersten Platz. Auch Dörte ging nicht leer aus: Sie wurde Stadtmeisterin der Mädchen. Ende dieses Jahres darf sie mit ihrer Mannschaft bei den deutschen Meisterschaften antreten - der nächste Höhepunkt des Erftstädter Schachvereins lässt also nicht allzu lang auf sich warten. Wer am Samstag bereits früh gegen die Meisterspieler verlor, konnte im Foyer des Rathauses rund 40 Exponate des Kasseler Grafikers Bernd Besser begutachten. „Schachbilderwelten“ lautete der Titel der Ausstellung, in der Künstler Besser in meisterlichen Zügen Schachbretter mit Gebrauchsgegenständen verarbeitete.

2006 Urkunde


Programm des Festakts

Im Jahr 2006 erhielt unser Verein zum dritten Mal das Qualitätssiegels „Deutscher Top Schachverein“ für hervorragende Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Programm der Verleihung des Qualitätssiegels am 17. Juni 2006 um 14:00 Uhr im Rathaus der Stadt Erftstadt.

 

  1. 14:00   Begrüßung durch Volker Erner (1. Beigeordneter Stadt Erftstadt)

  2. 14:05   Moderation Simultan Dr. Hans-Jürgen Weyer (Präsident Schachbund NRW)

  3. 14:10   Rede Ketino Kachiani-Gersinska

  4. 14:15   Simultan mit Ketino Kachiani-Gersinska und Bernd Rosen

  5. 17:30   Pause

  6. 18:00   Rahmenprogramm - Musikschule

  7. 18:10   Grußwort Ernst-Dieter Bösche (Bürgermeister)

  8. 18:15   Grußwort Harald Dudzus (Stv. Landrat)

  9. 18:20   Überreichung Qualitätssiegel "TOP-Schachverein" durch Dr. Hans-Jürgen Weyer

  10. 18:25   Rede Helmut Schlich (Förderer Jugendschach)

  11. 18:30   Rahmenprogramm - Musikschule

  12. 18:40   Rede Peter Kirst (1. Vorsitzender)

  13. 18:45   Rede Jochen Haupt (Gründungsmitglied)

  14. 18:50   Siegerehrungen

  15. 19:10   Abendessen

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