SVE 2 - 1. Spieltag - Premiere in der Bezirksliga geglückt

Zum Start in die neue Saison war die zweite Mannschaft zu Gast bei der ersten Mannschaft der Schachfreunde aus Hürth-Berrenrath. Wie schwer dieser Gegner zu bespielen war, durfte unsere I. Mannschaft bereits in der vergangenen Saison erleben. Ein mageres 4,5:3,5 sprang am Ende heraus. Wir waren also vorgewarnt.

Während die Berrenrather die ersten 8 Spieler der Meldeliste ins Rennen schicken konnten, mussten wir auf Andreas Schnitzler verzichten, der durch Stefan Weiher ersetzt wurde.

Es kam also zu folgenden Begegnungen:

Br.

Rangnr.

SV Hürth-Berrenrath 1

-

Rangnr.

SV Erftstadt 2

1

1

Schwibbert, Jonas (1989)

-

10

Blasche, Martin (1716)

2

2

Kühn, Matthias (1900)

-

11

Fritsch, Henrik (1688)

3

3

Meul, Willi (1727)

-

12

Wagner, Matthias (1789)

4

4

Schmitz, Frank (1651)

-

14

Grothues-Lay, Kay (1792)

5

5

Vos, Wolfgang (1659)

-

15

Bergert, Kai (1674)

6

6

Pannier, Stephan (1657)

-

16

Wagner, Thorsten (1693)

7

7

Kronseder, Michael (1628)

-

2001

Heyen, Michael (1753)

8

8

Schmitt-Berger, Reinhard (1623)

-

2002

Weiher, Stefan (1560)


Ein Blick auf die Paarungen sollte nicht gerade leichte Aufgaben für Martin (Brett 1) und Henrik (2) zeigen. Nominellen Vorteil zu unseren Gunsten hatten Matthias und Kay an den folgenden Brettern. Kai (5), Thorsten (6) und Michael (7 , noch mit „Trainingsrückstand“) sollten auf Augenhöhe mit ihren jeweiligen Gegnern sein. Etwas im nominellen Nachteil war Stefan an Brett 8.

Kai kämpfte gegen Wolfgang Vos 8 Züge lang und bot dann trotz der weißen Figuren aus alter Verbundenheit eine Punkteteilung an, welche auch angenommen wurde. Ebenfalls friedlich – nur etwa 2 Stunden später – endeten die Partien von Thorsten und Stefan.

Bereits hier stand Henrik deutlich besser, da er die ungenaue Eröffnung seines Gegners mit einem Qualitätsgewinn bestrafen konnte. Matthias stellte Willi Meul vor unlösbare Probleme und konnte wenigstens eine Qualität erobern. Wenig später strich der Berrenrather dann die Segel und somit brachte Matthias uns die 2,5:1,5-Führung.

Nach etwa 4 Stunden erhöhte Kay nach stetem Kneten der Stellung - und für die Kollegen unerwartet hohem Zeitverbrauch - auf 3,5:1,5. Leider war es das dann für einige Zeit mit den guten Nachrichten. Martin und wenig später auch Michael wurden für ihre Anstrengungen nicht belohnt und mussten nach jeweils ziemlich hartem Kampf den Gegnern gratulieren. Berrenrath konnte also noch ausgleichen. Und ja, wer jetzt richtig mitgezählt hat, weiß, dass jetzt alles an Henriks Partie hing. Henrik konnte seinen Vorteil ins Endspiel mit jeweils 4 Bauern und 2 Türmen auf Henriks Seite sowie Turm und Läufer auf Berrenrather Seite behaupten. Nur noch das Inkrement rettete Henrik bis über die 60 Züge. Ein angenommenes Bauernopfer zog dann den gegnerischen König in ein Mattnetz, welches dann nach 6,5 Stunden den vollen Punkt für Henrik und zwei Mannschaftspunkte für das Team bedeuteten.

Die Einzelergebnisse:

Br.

Rangnr.

SV Hürth-Berrenrath 1

-

Rangnr.

SV Erftstadt 2

15:17

1

1

Schwibbert, Jonas

-

10

Blasche, Martin

1:0

2

2

Kühn, Matthias

-

11

Fritsch, Henrik

0:1

3

3

Meul, Willi

-

12

Wagner, Matthias

0:1

4

4

Schmitz, Frank

-

14

Grothues-Lay, Kay

0:1

5

5

Vos, Wolfgang

-

15

Bergert, Kai

½:½

6

6

Pannier, Stephan

-

16

Wagner, Thorsten

½:½

7

7

Kronseder, Michael

-

2001

Heyen, Michael

1:0

8

8

Schmitt-Berger, Reinhard

-

2002

Weiher, Stefan

½:½

Das folgende Siegeressen beim relativ neuen Burger-Laden am Lechenicher Markt führte dann den abgekämpften Recken (und „geduldeten“ Gästen) neue Energie zu und die Planungen für den folgenden Mannschaftskampf am ersten Oktoberwochenende im Pfarrzentrum gegen das Flaggschiff des SK Sülz-Klettenberg konnten angegangen werden.

Der Bericht der Berrenrather ... Klick

SVE 2 - Remis gegen Klettenberg 1

2. Runde in der Bezirksliga West

Hoffend den positiven Trend der ersten Runde mitzunehmen, ging es mit mit 7 +1 Mann in den 2. Mannschaftskampf. Schachfreund Jödden sprang kurzfristig ein und vertrat den im Berliner Wohnungs-WirrWarr suchenden Schachfreund Mevis.

Es sollte auf dem Papier ein sehr ausgeglichener Kampf gegen einen direkten Konkurrenten um Tabellenplatz 8 werden.

Blasche – Mosblech

Mit ein wenig Vorkenntnis konnte sich Martin Blasche auf die Eröffnung von Michael Mosblech einstellen und präsentierte ihm die intuitiv für ihn unangenehmste (ausgeglichene) Variante der Eröffnung. Das von Michal Mosblech angebotene Remis vermochte er aber nicht abzulehnen, so dass die erste Partie des Tages recht früh zu Ende ging.

Fritsch –Kruse

Brett 2 Stand erneut wie auch im ersten Mannschaftskampf Fortuna treu an der Seite von Schachfreund Fritsch. Durch einen Fehler während des Figurentausches, in einer sonst von Schachfreund Fritsch sicherlich nicht optimal geführten Eröffnungsentwicklung, führte ein eingeschobener Doppelangriff zum Figurengewinn. Nachdem die darunter gelittene Figurenentwicklung und das Positionsspiel, wenn auch zu Lasten eines zweiten Bauerns, konsolidiert war, war der verbuchte Sieg nur noch Formsache auch wenn die Partie noch eine ganze Weile dauerte.

Grothues-Lay – Sharafi
Bergert – Plucinski
Wagner,T – Sistig

Die drei Begegnungen verliefen alle recht unspektakulär. Die Engines dürften in den Nachbereitung der Partie im Bereich plus minus 0,35 beidseits hin und her schwanken. Alle Partien einigten sich im Verlauf auf ein Remis.

Wagner,M – Artz

Im Verlauf der Partie, die durch, von meiner Warte aus, sehr zentrumlastiges Figurenspiel geprägt war, entwickelte sich eine Stellung mit Bauern Dame und Leichtfigur. Schachfreund Wagner erstand einen Mehrbauern, jedoch war es ihm nicht möglich, diesen in einen vollen Punkt umzusetzen. So endete auch diese Partie remis.

Jödden – Stetefeldt

Ersatzspieler Schachfreund Jödden spielte munter auf und startete auf den kurzrochierten König einen Angriff. Im Laufe des Angriffes, welcher gut verteidigt wurde, entpuppte sich die vielversprechende Stellung als im Angriff festgefahren und die eigene vernachlässigte Königsstellung entpuppte sich dann im schnell umzusetzenden Gegenspiel als Falle. Schachfreund Jödden verblieb dann nicht mehr viel mehr als Schachfreund Stetefeldt zu gratulieren.

Schnitzler – Ansari

Die mit Abstand am meisten diskutierte Partie des Tages, wo gefühlt - wenn man den Diskutierenden zuhörte - jeder der beiden den Sieg leichtfertig weggeworfen zu haben schien. Schachfreund Ansari griff den kurz rochierten König an, während Schachfreund Schnitzler eine Kombination von Verteidigung und gleichzeitigem Angriff auf dem Damenflügel probierte. Eine sehr undurchsichtige Stellung mit vielen Motiven und Möglichkeiten auf beiden Seiten entwickelte sich - durch eines Doppelangriffes des Läufers auf Springer und Turm zum Abschluss eines umfassendes Materialtausches - überraschend zu einem Endspiel. Ansari: Turm Läufer Bauer und Schnitzler: Turm 4 Bauern. Dank zweier verbundener Freibauern auf der a und b Linie gelang es dann noch die Partie Remis zu halten. Trotz viel Gerede verbuchte die erste Rückmeldung der eigenen Nachbetrachtung von Schachfreund Schnitzler keinen eigenen Fehler während der Verteidigung, mit Ausnahme des letzten, der zum ungleichgewichtigen Endspiel führte. Gegebenenfalls kommt eine andere Engine auf andere Ergebnisse. Auf jeden Fall war dies die mit Abstand interessanteste Partie des Tages.

Somit stand es am Ende 16:16. Unterm Strich muss man sagen, dass dieses 16:16 ein faires Ergebnis ist womit, so waren wir uns , beide Seiten gut leben können im Überlebenskampf der BZL West.

Wir sogar mehr, Dank des Gewinns der Berliner Wertung. Der Ausklang des Tages fand dieses mal im örtlichen Brauhaus statt, die uns netterweise auch eine Stunde vor Geschäftsöffnung bedienten.

Br.

Rangnr.

SV Erftstadt 2

-

Rangnr.

SK Sülz-Klettenberg 1

16:16

1

10

Blasche, Martin

-

2

Mosblech, Michael

½:½

2

11

Fritsch, Henrik

-

4

Kruse, Victor

1:0

3

12

Wagner, Matthias

-

5

Artz, Maximilian

½:½

4

13

Schnitzler, Andreas

-

7

Ansari, Jalil

½:½

5

14

Grothues-Lay, Kay

-

8

Sharafi, Behnam

½:½

6

15

Bergert, Kai

-

1002

Plucinski, Jens

½:½

7

16

Wagner, Thorsten

-

9

Sistig, Karl Hubert

½:½

8

19

Jödden, Klaus

-

12

Stetefeldt, Mario

0:1

SVE 2 - Fazit BZK West 2018/2019

!!! Weiße Weste der Zweiten !!!

Neu formiert und motiviert. Für die Saison 2018/2019 wurden die Mannschaften ein wenig durcheinander geworfen und es bildete sich unter dem Decknamen 2. Mannschaft des Schachverein Erftstadt eine „Spaßmannschaft“ im Erwachsenenbereich.

Zusammengesetzt waren wir mit zahlreichen Spielern. Jung und junggebliebene, wo aber abzusehen war, dass jeder für sich seine eigenen Ansprüche hatte. Demzufolge war es abzusehen, dass das 8 Personen ans Brett zu bringen kein Selbstläufer sein wird.

Wichtiger als die Aufstellung, zumindest wenn man Auszüge aus unseren Gesprächen lesen würde, war ohnehin Wahl der Lokalität nach dem Mannschaftskampf. Ich kann mich auch im Nachgang besser an mein Essen als an meine gespielte Partie erinnern. Aber vom Gefühl her ist es auch die bessere Erinnerung.

In der Saisonvorbereitung war klar, dass wir mit dem Abstiegskampf eher weniger beschäftigt sein würden. Tendenziell eher Richtung Aufstieg. Aber wie sagt man so schon. Hochmut kommt vor dem Fall. Spaßmannschaft hin oder her, wer am Brett saß wollte seine Punkte zum Mannschaftssieg beisteuern.

Nach den ersten Spielen zeichnete sich die Tendenz ab, dass wir trotz einer lockeren Einsatzpolitik der Spieler (8 ist Trumpf – aber nicht alles müssen Asse sein) ein echter Aufstiegskandidat sind. Ein Endspiel am letzten Spieltag gegen die ebenfalls stark aufspielenden Kollegen aus Euskirchen bahnte sich an. Doch es sollte anders kommen.

Im Saisonverlauf zeigten sich die eigentlichen Besonderheiten der zweiten Mannschaft. Eine sich entwickelnde Problematik eines notorisch zu lange spielenden Kollegen als letzte offene Partie des Tages. Sich über Krämpfe im rechten Handgelenk beschwerende Kollegen nach dem ein oder anderen wiederholtem schnellen Remis. Ein dezenter Übersichtsverlust wer nun welches Essen bezahlt hat oder auch eben nicht.

Am Rande sei erwähnt: Nur weil ein Auto sieben Sitze hat, heißt es nicht das sieben Personen ausreichend Platz haben. Und wieso habe ich das Gefühl gegen BSF immer das Auswärtsspiel zu haben?

Trotz einiger punktueller Durchhänger blieb die Weste weiß. Maßgeblichen Anteil, neben einer grandiosen Mannschaftsleistung, war die Punkteausbeute der eingesetzten Ersatzspieler, die - wie ich hoffe  - gerne bei uns ausgeholfen haben.

Und dann war es soweit, noch vor dem sich anbahnenden Entscheidungsspiel war durch Punkteverluste der anderen Mannschaften klar. Wir sind Aufsteiger in die Bezirksliga. Das Schaulaufen in Euskirchen wurde sportlich genommen und der letzte Mannschaftssieg souverän verbucht.

9 Spiele, 9 Siege, 5 Restaurants und ein heimischer Garten. Viele nette Mannschaften, wo man gerne hinfährt. Was für eine Saison.

Am Ende der Saison setzten wir ganze 21 Spieler ein. Vielen Dank an meine Mannschaftskollegen und an alle plan- und außerplanmäßigen Ersatzspieler für Ihre Einsatzbereitschaft.