Saisonvorbereitung

Nach der Saison ist vor der Saison! Also trafen wir uns letzten Dienstag – wie jedes Jahr – im La Strada zur Vorbereitung auf die neue Saison. Wir, die alte Zweite und neue Dritte. Oft herrscht ja das Vorurteil, Schachspieler laberten nur über Schach und sonst gar nichts. Weit gefehlt, im Gegenteil. Schach war eigentlich sehr schnell abgehakt: Die Mannschaftsaufstellung ändert sich nur geringfügig, da gab es überhaupt keine Differenzen.

Aber Schachspieler können sich auch mit vielfältigen anderen Themen beschäftigen. So besprachen wir die Idee des Komikers Johann König, der kürzlich ein Verfahren vorstellte, wie man ohne Portokosten Briefe verschicken kann. Es wurde diskutiert, ob die Zahl 1 eine Primzahl ist (ist sie nicht). Und natürlich – geschuldet der Europameisterschaft – kam auch Fußball zur Sprache. Ist der Strafraum, neudeutsch die „Box“, flach, also zweidimensional? Da gingen die Meinungen zunächst auseinander. Aber schon der Begriff StrafRAUM deutet auf einen dreidimensionalen Raum hin. Zudem: Wäre der Strafraum flach, dann dürfte ein Handspiel in der Luft innerhalb des Strafraumes doch nicht zum Elfmeter führen. Also auch hier kamen wir ohne großes Lamento zu einem Konsens.

Natürlich muss das leckere Essen erwähnt werden, und auch die Getränke fehlten nicht.

Die neue Saison kann kommen, wir stehen bereit!

Werner Rost

SVE2-Kerpen2

Die Zweite schließt die Saison mit hohem 5:1 Sieg gegen Kerpen ab

Am letzten Spieltag dieser Saison war in unserer Klasse schon vor Beginn der Runde alles entschieden. Sowohl die Aufsteiger wie die Absteiger standen fest, und insofern kam dem Gesamtergebnis von unserem Treffen mit Kerpen wenig Bedeutung zu. Wir waren aber wie gewohnt in kompletter Stammbesetzung angetreten, wir wollen ja vor allen Dingen spielen.

Unser Gegner verfolgte eine andere Strategie, es wurden nur drei Stammspieler eingesetzt (eventuell in der Hoffnung auf drei Siege und damit ein Unentschieden zu erreichen?), drei Bretter wurden mit noch sehr jungen und unerfahrenen Spielern besetzt, um diesen einige Spielpraxis zu bieten.

So hatten wir auch keine Mühe, an diesen drei Brettern recht schnell alle Punkte einzusammeln. Auch bei den oberen drei Partien lief alles gut für uns, recht bald endeten zwei Partien Remis, die letzte wurde kurz darauf gewonnen, und bereits nach weniger als zwei Stunden war das Treffen für uns mit 16:8 (alte Wertung 5:1) gewonnen.

Beim anschließenden Nachsitzen im Eiscafe (gespendet von Werner Baumgarten) wurde noch einmal kurz die abgelaufene Spielzeit beleuchtet. Zwei Kämpfe haben wir verloren, einmal erwartungsgemäß gegen die haushohen Favoriten aus Berrenrath, zum anderen auf recht klägliche Weise gegen das junge Team aus Porz, unser absoluter Tiefpunkt der Saison! Zwei Treffen (gegen Bergheim und gegen Euskirchen) endeten unentschieden, fünf konnten wir für uns entscheiden. Damit sind wir, gemeinsam mit Bergheim, auf Platz 3-4 gelandet, genau unser Ziel; denn aufsteigen wollen wir nicht. Zwar ist die Spielbegeisterung bei uns allen noch hoch, aber mit der Spielstärke geht es langsam, aber stetig bergab. Bei fünf Spielern hat sich die DWZ-Zahl verschlechtert, zwei Spieler haben ihre Zahl mehr oder weniger gehalten, und nur Klaus konnte um einige Punkte steigen.

Die Klasse ist also genau die richtige für uns, und alle waren wir uns einig:

Im nächsten Jahr machen wir genau so weiter.


Jochen Haupt

 

An den hinteren Brettern spielten zwei 10 jährige Jungen und ein 12 jährige Mädchen. Mein Gegner spielte lange Zeit sehr vernünftig, bis zum 15. Zug war die Partie absolut ausgeglichen. Danach verlor er allerdings den Faden, was Figurenverlust zur Folge hatte. Wenn man sich diese Kinder in der 2. Kreisklasse (statt in der Bezirksklasse) vorstellt … Zudem, wenn Gerald wieder mal bei uns zuschauen möchte, dann muss er sich halt früher den Wecker stellen … Naja, der gute Wille war da.

An dieser Stelle gratulieren wir den Mannschaften von Berrenrath und Porz zum Aufstieg und wünschen in der Bezirksliga viel Erfolg!


Werner Rost

 

 2024 04 28 Zweite Endtabelle

SVE 2 - Worringen 2_ 16:7

Die Zweite gewinnt klar gegen Worringen 2

Eine große Schlacht von Worringen wurde es nicht, dafür waren die beiden Heere zu unterschiedlich stark. Erftstadt 2 stand in Bestbesetzung bereit, Worringen 2, ohnehin nominell deutlich schwächer, musste auch noch 2 Spieler an deren Erste abgeben, die ausgerechnet gegen unsere Erste antrat. (Siehe Bericht der Ersten).
So konnte Worringen 2 nur mit fünf Mann antreten, was uns sofort die ersten drei Punkte brachte. Werner Rost konnte sehr schnell seinem sehr sympathischen, aber nur noch selten aktiven Gegner (87 Jahre alt!) Bauer, Figur, Bauer und weitere Figur abnehmen, die nächsten drei Punkte waren eingefahren. Nur wenige Minuten später meldete Ortwin Pätzold den dritten Sieg, er hatte in einer sehr schönen Partie seinen Gegner schon frühzeitig so stark eingeschnürt, dass diesem zeitweilig kaum sinnvolle Züge möglich waren. Ein überzeugender Sieg gegen den Spitzenspieler der Worringer.
Damit stand unser Sieg bereits fest, es war gerade gut eine Stunde vergangen. Bald konnte auch Klaus Jödden seine Partie, die er wie gewohnt sicher angelegt hatte, erfolgreich abschließen. Werner Baumgarten und Werner Friedrich spielten noch relativ lange gegen ihre hartnäckigen Gegner, aber nach einer weiteren Stunde einigte man sich an beiden Brettern auf Remis, so konnten wir ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis) zurück nach Erftstadt in die Eisdiele fahren und den Erfolg feiern. Wir stehen vor dem letzten Spieltag auf Platz drei in der Tabelle, genau unser angestrebtes Ziel. In drei Wochen steht die letzte Runde an, Heimspiel gegen Kerpen, alle Mann haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.


Jochen Haupt

 

Als Wettkampfleiter seien mir noch einige Anmerkungen erlaubt.

Vor dem Spiel hatten wir noch einen sehr theoretische Chance auf Platz 2. Das ist nun hinfällig. Mit Bergheim teilen wir uns nun Platz 3 und 4. Wenn es in der letzten Runde ganz dumm läuft können wir noch auf Platz 6 abrutschen. Das wollen wir möglichst verhindern.

Erfreulich, dass wir uns auf dem Weg nach Worringen nicht verfuhren. Leider bei uns Greisen keine Selbstverständlichkeit … Dann wurde zum wiederholten Mal gerätselt, welches Programm auf der Schachuhr einzustellen sei. „19 natürlich“ klärte ich auf - der Wettkampfleiter muss es ja wissen – und verriet noch eine leicht merkbare Eselsbrücke: Die größte Primzahl kleiner 20! Nicht alle wirkten wirklich überzeugt. Abschließend gebührt Jochen unser aller Dank. Wie gewohnt hatte er den Wettkampf akribisch vorbereitet, dummerweise hatte er dann aber keinen Gegner. Schön ist es nicht wenn man beschäftigungslos die Zeit rumbringen muss. Dennoch spendierte er eine Runde Eis. Danke!


Werner Rost