SVE 2 - Gäste aus Worringen zu stark

Nun ist es soweit! Die 2. Mannschaft musste am vergangenen Spieltag die erste Saisonniederlage einstecken. Allerdings geschah dies gegen den Absteiger aus der SVM-Liga SK Worringen I, der zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gehört.

Viel ausgerechnet hatte sich die Truppe um Mannschaftsführer Henrik Fritsch schon vor dem Spiel nicht, aber mit Matthias Wagner, Andreas Schnitzler und Michael Heyen sagten drei Stamm(-ersatz)spieler ab und dann fiel kurzfristig Thorsten Wagner noch aus. Wir ließen also das erste Brett unbesetzt und traten nur zu siebt an.
Es kam zu folgenden Begegnungen:

Br.Rangnr.SV Erftstadt 2-Rangnr.SK Köln-Worringen 1
2 10 Blasche, Martin (1716) - 3 Rossberg, Robert Max (1942)
3 11 Fritsch, Henrik (1688) - 4 Pawlowski, Lukasz Pawel (1850)
4 14 Grothues-Lay, Kay (1793) - 6 Schmidt, Bodo (1769)
5 15 Bergert, Kai (1674) - 7 Weber, Peter (1762)
6 2002 Weiher, Stefan (1560) - 1003 Neumann, Jörg (1621)
7 2003 Dreser, Dominik (1559) - 9 Rath, Henning (1482)
8 2007 Weiher, Dörte (1298) - 2002 Matzner, Julian (1437)

Der Blick auf die DWZ verrät schon, dass dieser Kampf kein leichter werden würde.
Mit Ausnahme von Kay und Dominik hatten alle Spieler die - teilweise deutlich - niedrigere DWZ. Und so kam es dann auch, dass sich Martin Blasche und Dörte Weiher ihren jeweiligen deutlich höher bewerteten Gegnern geschlagen geben mussten. Henrik Fritsch erzielte ein beachtenswertes Remis und setzte damit seinen bisher guten Lauf in dieser Saison fort.

An allen anderen Brettern wurden die Punkte geteilt. Nach alter Rechnung ging der Kampf damit mit 2,5 : 5,5 verloren. Nach neuer Rechnung endete der Kampf mit 12 : 19.

Fazit: Wacker geschlagen, aber die Punkte gehen nach Worringen.

Ausblick: Am kommenden Spieltag geht es zur vierten Mannschaft des Brühler SK. Dort sollte das Team gegen einen - wahrscheinlich - direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt möglichst etwas Zählbares mitnehmen.

SVE 2 - Zweite nimmt einen Punkt aus Brühl mit

Am sechsten Spieltag der Bezirksliga-West trat die Erftstädter Reserve bei der vierten Mannschaft des Brühler SK an. Wenig Schwierigkeiten hatte Mannschaftsführer Henrik Fritsch beim Finden des Teams. Ziemlich schnell nach dem letzten Spieltag stand das Team fest. Eigentlich … denn wie so oft, kommt es dann doch anders. Am frühen Morgen ereilte das Team die Nachricht, dass Dominik Dreser kurzfristig die Segel streichen musste. Glücklicherweise sprang Anja Spaeth sehr kurzfristig an Brett 8 ein, der an dieser Stelle mehr als nur herzlich gedankt sei.

Anja war es auch, die ihre Partie als Erste beendete. Leider übersah sie bei einem vermeintlichen Figurengewinn eine Mattkombination und musste ihrem ca. 400 DWZ-Punkte höher bewerteten Gegner gratulieren.

Andreas Schnitzler (Brett 4) stellte wenig später seine Bemühungen ein und konnte seinem Gegner ein erfolgreiches Remisangebot unterbreiten. Eine ganze Zeit lang passierte dann nichts Entscheidendes auf den Brettern. Bis nach etwa 2,5 Stunden Henrik am zweiten Brett den Punkt teilte.

Leider verpasste es Kai Bergert (Brett 6), eine vermutlich bessere Variante, in der er eine Qualität für zwei verbundene und gedeckte Freibauern zu geben hätte, zu wählen. In der Folge rollte die gegnerische Bauernwalze gegen seinen König. Und da ja viel Hasen des Königs Tod sind, blieb am Ende nur die Aufgabe.

Das erste positive Ergebnis für die Erftstädter konnte Kay Grothues-Lay am fünften Brett nach etwa 3 Stunden verbuchen. In einer Partie, in der er sehr passiv stand, aber immer Spiel gegen einen zu weit vorgerückten Bauern hatte, zahlte sich die Geduld aus und nachdem Kay den Bauern erobern konnte, überschritt sein Gegner die Zeit.

Thorsten Wagner, der am siebten Brett spielte, landete in einem Endspiel mit einem Bauern weniger. Er konnte jedoch auf der a-Linie einen entfernten Freibauern bilden, der ihm die Punkteteilung sicherte.

Nun schlug die Stunde des zweiten Wagners (Matthias an Brett 3 spielend und weder verwandt noch verschwägert mit dem an Brett 7 spielenden) in den Reihen der Zweiten. Zwei weit vorgerückte Zentrumsfreibauern sicherten enormen Raumvorteil und führten zu Ungenauigkeiten im gegnerischen Spiel. Irgendwie geriet die gegnerische Dame auf Abwege, wurde gejagt und zwar nicht erlegt, aber war nur unter Verlust eines Läufers zu retten. Das weitere Spiel wollte sich Matthias Widersacher nicht mehr zeigen lassen und gratulierte als Erster.

Am Spitzenbrett lief die letzte Partie des Tages. Martin Blasche verpasste wahrscheinlich frühzeitig eine bessere Abwicklung, konnte aber in der Situation die Dame seines Widerparts für Turm und Läufer gewinnen. In der Folge konnte Martins Gegner eine festungsähnliche Struktur aufbauen, welche nur schwer zu knacken war. Es stand nun an, eine Entscheidung zu treffen. Sicher einen Punkt mit nach Hause zu nehmen oder auf die Gefahr hin, einen Fehlgriff zu tun, auf Gewinn zu spielen. Ein kurzer Plausch des Mannschaftsführers mit dem Team ergab dann, dass der Spatz in der Hand besser sei als die Taube auf dem Dach. Nach vier Stunden endete somit der Mannschaftskampf mit einer gerechten Punkteteilung. Am Ende könnte allerdings wichtig sein, dass die Reserve die Berliner Wertung gewonnen hat.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Br.

Rangnr.

Brühler SK 4

-

Rangnr.

SV Erftstadt 2

16:16

1

25

Vulic, Goran

-

10

Blasche, Martin

½:½

2

26

Tokmak, Tugay

-

11

Fritsch, Henrik

½:½

3

28

Kemmler, Michael

-

12

Wagner, Matthias

0:1

4

29

Höfner, Christoph

-

13

Schnitzler, Andreas

½:½

5

31

Thierkopf, Guido

-

14

Grothues-Lay, Kay

0:1

6

32

Lichtblau, Ernst

-

15

Bergert, Kai

1:0

7

4002

Büdenbender, Hermann

-

16

Wagner, Thorsten

½:½

8

6002

Ostermann, Frank

-

4001

Spaeth, Anja

1:0

 

Das schon traditionelle (um nicht obligatorische zu sagen) Essen des Teams fand dieses Mal übrigens in einem asiatischen Restaurant in Lechenich statt.

Zur siebten Runde empfängt Erftstadt 2 im Pfarrzentrum die vierte Mannschaft vom Kölner Schachklub Lasker. Auch hier geht es gegen einen direkten Konkurrenten um den Ligaverbleib. Etwas Zählbares sollte daher am Ende schon herumkommen, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten.

SVE 2 - Nur ein Punkt in Pulheim

Am dritten Spieltag in der Bezirksliga West konnte die zweite Mannschaft leider nur einen Punkt aus Pulheim entführen. Dabei sah es beim Blick auf die Aufstellung der Gegner vor Beginn des Mannschaftskampfes durchaus so aus, dass mehr zu holen gewesen wäre. Vier Partien waren relativ schnell beendet.

Während Stefan und Ersatzmann Werner, dem an dieser Stelle für seinen Einsatz gedankt sei, sicher ihre Gegner beherrschten und auch verdient jeweils den vollen Punkt einsammeln konnten, mussten sich Andreas – nach einem Rechenfehler - und Matthias – nach dem er den gegnerischen Angriff unterschätzt hatte – ihren Gegnern gratulieren.

Nicht zur Beruhigung der Nerven der Mitspieler trug der Berichterstatter bei. Nach seinen Worten im „Alphons-Style“ opferte er schon in der Eröffnung einen Läufer auf h7 für ….. nix. In der Folge gab er dann noch eine Qualität und spielte zwischenzeitlich mit Turm und 2 Bauern weniger. Da sein Gegner aber seine Figuren nicht entwickelte bzw. passiv stellte, fiel der Materialnachteil nicht so stark ins Gewicht und im Königsangriff ging am Ende doch der volle Punkt an die Zweite.

Thorsten, der die dritte Schwarzpartie in Folge spielte, teilte daraufhin in verkeilter Stellung den Punkt mit seinem Gegner. Nun spielten noch Martin und Henrik. Martins Stellung sah ziemlich tot remis aus. Leider übersah er die einzige Möglichkeit, mit der sein Gegner noch in Vorteil kommen konnte und musste nach langem Kampf die Waffen strecken. Henriks Stellung sah zwischenzeitlich für die Kiebitze sehr vorteilhaft aus. Mit einem Mehrbauern im Springer + Turm-Endspiel schienen die Chancen auf einen Gewinn eher auf seiner Seite zu sein. Leider konnte Henrik am Ende nicht mehr als einen halben Punkt herausholen und so endete der Mannschaftskampf mit einem für uns doch enttäuschenden 16:16.

Die Einzelergebnisse im Überblick:

Br.

Rangnr.

Pulheimer SC 2

-

Rangnr.

SV Erftstadt 2

16:16

1

12

Marzban, Darioush

-

10

Blasche, Martin

1:0

2

2001

Strack, Luka

-

11

Fritsch, Henrik

½:½

3

2002

Knobeloch, Olaf

-

12

Wagner, Matthias

1:0

4

2003

Heuser, Manfred

-

13

Schnitzler, Andreas

1:0

5

2005

Buchfelder, Gerhard

-

14

Grothues-Lay, Kay

0:1

6

2006

Garcia Unterbusch, Juan

-

16

Wagner, Thorsten

½:½

7

18

Brand, Christopher

-

2002

Weiher, Stefan

0:1

8

22

Gerberich, Dustin

-

23

Rost, Werner

0:1

Die Tabelle:

Pl.

Mannschaft

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

Sp

+

=

-

MP

BP

1

SV Dormagen 1

**

         

18,0

 

20,0

 

19,0

3

3

0

0

6

57.0

2

SK Sülz-Klettenberg 1

 

**

17,0

16,0

         

20,0

 

3

2

1

0

5

53.0

3

SK Köln-Worringen 1

 

15,0

**

 

20,0

18,0

         

3

2

0

1

4

53.0

4

SV Erftstadt 2

 

16,0

 

**

 

17,0

     

16,0

 

3

1

2

0

4

49.0

5

SK Turm Euskirchen 2

   

12,0

 

**

     

14,0

 

17,0

3

1

1

1

3

43.0

6

SV Hürth-Berrenrath 1

   

14,0

15,0

 

**

       

17,0

3

1

0

2

2

46.0

7

SG Porz 6

14,0

         

**

18,0

     

2

1

0

1

2

32.0

8

SF Köln-Longerich 1

           

13,0

**

19,0

   

2

1

0

1

2

32.0

9

Kölner SK Dr. Lasker 4

12,0

     

14,0

   

12,0

**

   

3

0

1

2

1

38.0

10

Pulheimer SC 2

 

12,0

 

16,0

         

**

 

2

0

1

1

1

28.0

11

Brühler SK 4

13,0

     

14,0

15,0

       

**

3

0

0

3

0

42.0

In der Dezember-Runde hat die Zweite spielfrei, so dass der nächste Mannschaftskampf erst im kommenden Jahr stattfindet. Empfangen wird dann mit Worringen I ein Team aus dem erweiterten Favoritenkreis. Im Gegensatz zum letzten Mannschaftskampf wären wir mit einem Punkt schon hoch zufrieden.

 Kay Grothues-Lay

 

Nachtrag: Da meine Partie relativ schnell beendet war - gegen meinen jugendlicher Gegner stand ich bereits besser, da stellte er einzügig einen Turm ein - konnte ich ausgiebig herumspazieren. DAS Highlight aus meiner Sicht: Die Gewinnführung von Matthias' Gegner. Matthias stand ziemlich beengt. Da opferte Schachfreund Knobeloch einen Springer, drang mit seiner Dame und dem zweiten Springer in Matthias' Stellung ein, opferte die Dame um danach mit Turm und Springer matt zu setzen. Diese Kombination hatten weder Matthias noch ich vorausgesehen. Schade für Matthias und unsere Mannschaft, aber die Fairness gebietet Respekt und Anerkennung für den Sieger!

Werner Rost