Die Dritte hat den Aufstieg endgültig gesichert

Mit einem klaren 5:1 Sieg (15:8 Punkte) über Ford IV haben wir den Aufstieg in die Bezirksklasse nun endgültig gesichert. Ein lupenreiner 6:0 Sieg blieb uns leider verwehrt, da ein Spieler überraschend nicht antreten konnte.

Sehr spektakulär war unser hoher Sieg allerdings nicht, an vier Brettern hatten wir einen Spielstärkevorteil von 300-400 Punkten, lediglich Werner war „nur“ etwa 150 Punkte höher eingestuft als sein Gegner. Das hinderte ihn aber nicht daran, als erster seine Partie erfolgreich zu beenden. In gewohnter Blitzmanier griff er an, und beim Ende der Partie zeigte seine Uhr noch 1 Std 39 Min., also Verbrauch 1 Minute (plus 30 Sek. Pro Zug), sein Gegner hatte mehr als eine Stunde verbraucht.

Danach ging es zügig weiter, Alphons meldete nach Qualitätsgewinn und drohendem Figurengewinn den zweiten Sieg. Etwas später gelang es mir, meinem Gegner zunächst eine Figur abzugewinnen, er hatte ein Zwischenschach übersehen, und ihn dann nach weiteren 12 Zügen Matt zu setzen.

Jan hatte zunächst eine ausgeglichene Partie, aber nach dem Abtausch einiger Figuren lenkte er gekonnt in ein schönes und sicher gespieltes Endspiel über, sein voller Punkt sicherte den Mannschaftssieg. Auch Günther hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine klar gewonnene Partie auf dem Brett, aber sein zäher Gegner überlegte noch gründlich, legte auch einige Zigarettenpausen ein, aber nach einem weiteren Figurenverlust gab er dann doch auf, und wir konnten relativ früh nach Hause zurück.

In Erftstadt gab es dann noch einen Siegestrunk – sehr anständig, Capuccino in der Frühlingssonne auf dem Marktplatz – und mit dem festen Vorsatz, auch die beiden restlichen Begegnungen zu gewinnen, beendeten wir diesen erfolgreichen Spieltag.

Jochen Haupt

Knapp gewonnen ist auch gewonnen

Die Schlacht gegen (aber nicht von) Worringen

Heute stand der Spitzenkampf an, wir empfingen den bisherigen Spitzenreiter Worringen zum wahrscheinlich entscheidenden Kampf um den Gruppensieg.

Beide Mannschaften waren hochmotiviert, wir traten in Bestbesetzung an, der Gegner hatte sich an den hinteren Brettern gegenüber den bisherigen Runden verstärkt. Entsprechend lange dauerte die Begegnung, die beiden letzten Partien endeten erst gegen 15.30 Uhr.

Es fing gut an, recht früh konnte Günther Klughardt seinen Gegner bezwingen, der ohne große Not eine Figur eingestellt hatte. Überraschend glich Worringen aber aus, Werner Friedrich, der bisher eine tolle Saisonleistung gezeigt hat, musste nach gut einer Stunde seinem jungen Gegner zum verdienten Sieg gratulieren.

Dann kamen unsere Punktlieferanten Alphons Schiffer und Jan Schopp aber richtig in Fahrt. Beide hatten sehr solide Partieanlagen gefunden, und wenn sie auch lange keinen Materialvorteil erzielten, setzten sie jedoch ihre Gegner ständig unter Druck. Im Laufe der Zeit setzte sich bei beiden das bessere Spielverständnis durch, und kurz hinter einander mussten die Worringer sich geschlagen geben. Somit hatten wir drei Punkte bereits eingefahren, und damit zumindest nach Berliner Wertung den Mannschaftssieg bereits sicher, aber wir wollten natürlich auch „richtig“ gewinnen.

Gerhard oder ich, zumindest einer von uns musste noch einen halben Punkt erreichen, unsere Remisangebote wurden natürlich ausgeschlagen. So zog sich der Kampf an diesen beiden Brettern noch recht lange hin, und nur mit großer Mühe gelang mir das Remis gegen meine junge Gegnerin, die trotz einer um 200 Punkte geringeren DWZ-Zahl um ein Haar die Partie für sich entschieden hätte. Das war der Gesamtsieg, Gerhards abschließende Niederlage war gottseidank bedeutungslos.

Das war unsere Schlacht gegen Worringen, wir sind nun mit deutlichem Abstand Gruppenerster, bei drei noch ausstehenden Spielen haben wir bereits vier Mannschaftspunkte Vorsprung zum Tabellenzweiten, da sollte eigentlich nichts mehr schief gehen – Wenn wir nicht übermütig werden.

Jochen Haupt

 

Die Dritte ist Spitze

Wenn wir spielen, klappt es zurzeit ja sehr gut – aber bis wir mal spielen, das kann dauern.

Werner saß seelenruhig beim Frühstücksfernsehen, war aber nach Aufforderung sofort bereit, den Apparat auszuschalten und mit zu fahren. Dann fehlte noch Jan, auch ihn mussten wir vom Frühstückstisch weglotsen, er dachte, noch eine Stunde Zeit zu haben, kam aber sofort, gut mit einem weiteren Frühstück versehen, mit nach Euskirchen.

Dort trafen wir auf den bisherigen Tabellenführer, der auch heute fast in Bestbesetzung antrat. Auch bei uns waren alle Stammspieler angetreten, nur Günther fehlte, er ist auf Reise in die schneereichen Alpen aufgebrochen, hoffentlich bleibt er nicht in irgendeiner Lawine stecken. An seiner Stelle kam Thomas zu seinem ersten Einsatz. Er erreichte auch ein sicheres Remis, ein gelungener Einstand.

Die übrigen Partien konnten wir allesamt für uns verbuchen, ein Sieg in dieser Höhe gelingt nicht alle Tage. Als erster beendete Jan die etwas einseitige Partie gegen einen zumindest heute schwach aufspielenden Gegner, der trotz frühzeitigem Damenverlust noch eine Zeit lang weiterspielte, aber dann doch bald aufgab.

Gerhard meldete bald darauf den zweiten Sieg, eine sehr solide Partie gegen einen gleichwertigen Gegner. Werner wollte zwischenzeitlich schon Remis anbieten, spielte dann aber doch weiter, eine gute Entscheidung. Sein starkes Bauernzentrum mit gedecktem Freibauer gab den Ausschlag für einen schönen Sieg.

Alphons spielte stark auf ein gelungenes Endspiel Springer gegen Läufer hin, es gelang ihm, den gegnerischen Läufer durch die Bauernstruktur so einzuengen, dass dieser praktisch nicht mitspielen konnte, und sein Springer leichte Beute unter den gegnerischen Bauern fand. Ein sehr schönes Endspiel, Glückwunsch.

Mein Gegner setzte mich in der Eröffnung mit dem nordischen Gambit (haben wir ja Gott sei Dank vor längerer Zeit mal als Thematurnier geübt) unter Druck, aber langsam gelang es mir, einen Gegenangriff aufzubauen, dann gewann ich eine Figur, aber er konnte noch einmal einige Mattdrohungen aufbauen, die ich gerade noch abwehren konnte. Nach vier Stunden war auch diese Partie für uns entschieden, und wir fuhren gut gelaunt zurück nach Lechenich, wo Gerhard uns noch zu Kaffee und Kuchen einlud, vielen Dank dafür.

In der nächsten Runde spielen wir gegen Worringen, da würde uns schon ein Remis reichen, aber wir wollen versuchen, ein ähnliches Ergebnis wie heute zu erreichen.

Jochen Haupt