Lang, lang ist’s her …
dass die Alte-Herrenmannschaft Kollegen aus unteren Mannschaften rekrutieren musste. Diesmal aber war es so: Jochen und Gerd fehlten aus familiären Gründen, zu allem Überfluss meldete sich unser Spitzenbrett Ortwin krank. So „verpflichteten“ wir zuerst Roland, und auch Gerald war bereit, als Spieler und Fahrer einzuspringen (O-Ton: „Ihr braucht mich ja nur, weil ich mich in der Gegend auskenne – wo doch dort die Parkplätze knapp sind“).
Jedenfalls führte er uns zielstrebig zum KKS-Spiellokal, und Parkplätze fanden wir auch. Recht früh bot Werner Baumgarten an Brett 2 seinem Gegner remis an, was dieser erfreut annahm. „Hätte ich gewusst, dass mein Kontrahent auch Ersatz mit recht niedriger DWZ war, dann hätte ich ihn noch länger „befragt““, so Werner. Vielversprechend sah es an Brett 4 bei Werner Friedrich aus. Er gewann einen Bauer, tauschte danach fleißig Figuren, wonach jeder nur noch Turm und Dame besaß. Aber dann ließ Werner es zu, dass sein Gegner Dame und Turm auf der siebten Reihe platzieren konnte und unabwendbar Matt drohte. Schade, da war mindestens ein Remis drin. Auch bei Roland an Brett 5 spekulierten wir auf einen Sieg. Doch in einer unübersichtlichen Stellung unterlief ihm Fehler, er holte zwar die gegnerische Dame, wurde leider aber matt. Als nächstes musste Werner Rost an Brett 4 die Waffen strecken, bereits in der Benoni-Eröffnung hatte er seine Stellung ungünstig aufgebaut, wonach sein Gegner permanent Druck auf- und ausbaute. Damit war der Mannschaftskampf schon verloren. Das Gesamtergebnis gestaltete Klaus erträglicher. Beflügelt durch sein Amt als Mannschaftsführer und erstmals in dieser Saison am Spitzenbrett baute er seine Stellung geduldig aus und fuhr als einziger einen vollen Punkt ein. Bleibt Gerald an Brett 6. Eigentlich hatte sein jugendlicher Gegner meist die Initiative, aber Gerald schockierte diesen sichtlich mit plötzlichen Mattdrohungen auf der Grundreihe. Das konnte dieser aber abwehren und man einigte sich – auch angesichts des verlorenen Mannschaftskampfes – auf Remis.
Diese Niederlage konnte uns aber nicht verdrießen, wir gönnten uns noch einen Kaffee mit Kuchen und trauerten dabei alten Zeiten nach, als wir noch vernünftig Schach spielen konnten …
Klaus Jödden, Werner Baumgarten, Werner Rost, Werner Friedrich, Roland Heirich, Gerald Kirste.
1.2.2026, Werner Rost