SVE 5 - Lucky Punch durch Noah in der Fünften!

-Abschluss der 4.Kreisklasse-

Bereits am 10.März fand der letzte Spieltag der neu gegründeten 4.Kreisklasse statt. Zum Abschluss besuchte uns eine überraschend stark besetzte Pulheimer Mannschaft: lt. DWZ-Liste 1429 - 1496 – 1140 – 1109. Die Ausgangszahlen unserer Spieler Noah Cheng, Jacob Cabantac, Ying Zhang und André Gledde waren dagegen zu vernachlässigen. Es begann dann auch wenig verheißungsvoll. Jacob öffnete ohne Not seine Königstellung, fand dann auch nicht den richtigen Platz für den König und verlor schnell. Noah und André hatten bereits Material verloren; lediglich Ying spielte passabel und hielt alles im Gleichgewicht. Dann lief es an allen drei Brettern schlecht für uns. Noah hatte Figur und Bauer weniger, die Damen waren bereits vom Brett – André hatte im Damenendspiel zwei Läufer weniger und Ying kalkulierte die falsche Schlagreihenfolge des Gegners, so dass dem im Bauernendspiel ein Springer zusätzlich verblieb. Damit war die zweite Partie verloren und ich dachte „in fünf Minuten ist Schluss“. Andrés Gegner machte es jetzt aber kompliziert, übersah die Möglichkeit zum zwingenden Damentausch und stellte zu allem Überfluss einen Läufer ein. Das nervte ihn so sehr, dass er in ein remis einwilligte. Ein schöner Erfolg für André.

Währenddessen kämpfte Noah eigentlich hoffnungslos, hatte immerhin einen Turm(Tc2) und einen Springer(Se2) auf die zweite Reihe des Gegners gebracht, dessen König „sicher“ auf h2 stand. Am Damenflügel bot sich dem Gegner jetzt eine gute Möglichkeit den Turmtausch auf der zweiten Reihe zu erzwingen plus Bauerngewinn. Dabei nahm er den anderen Turmausflug von Noah auf die sechste Reihe nicht ernst, wohl eine Folge seiner Unerfahrenheit (2. Auswertung). Darauf hatte Noah spekuliert und setzte – während der Springer die Fluchtfelder g1 und g3 deckte - mit Th6 matt; ein lucky punch mit dem sog. Anastasias Matt.

Einen Tag nach den für Noah nicht so erfolgreich verlaufenen Rurtal-Open ein großes Erfolgserlebnis während es für Jacob nach Pokalgewinn nicht so gut lief.

Ob die 4. Kreisklasse eine Zukunft hat wird sich erst bei der KSV-Vorstandssitzung bzw. nächste Saison zeigen. Gespielt haben lediglich fünf Mannschaften!

Gerald Kirste

Longerich 3 - Erftstadt 5 2:2

Wie die ERSTE !

-Wechselvoller Start in die 4.Kreisklasse-

4.Kreisklasse – was ist denn das? Es handelt sich um Vierermannschaften in denen wirklich jeder aus dem Verein mitspielen kann. Und zur Abgrenzung von den Ligen, die um Auf- und Abstieg kämpfen, wurde die 3.KK ausgelassen und direkt eine 4. eingeführt. Wie der Zufall so will führte unser erster Mannschaftskampf nach Chorweiler, wo wir parallel zum Spiel der 1.Mannschaft in der Bezirksliga, gegen Longerich antraten. Wir, das waren

a. der Berichterstatter, Mannschaftsführer, Fahrer und Verteidiger des Spitzenbretts
b. Alexander Berkle , unser aktivster Jugendspieler
c. Constantin Schmitz, einer unserer Nachwuchshoffnungen – 6 Jahre alt und
d. Frau Zhang, Constantins Mutter, die ihrem ersten Spiel überhaupt entgegenfieberte.

Da passte es, dass ihr Gegner auch sein erstes Spiel bestritt. Lange dauerte es nicht, da hatte Frau Zhang gewonnen, O-Ton „der war schlecht“. Constantin spielte gegen einen Senior mit immerhin 1.200 DWZ und erreichte tatsächlich einen Turmgewinn. Es dauerte zwar noch etwas bis er seine Übermacht umsetzte, aber dann zwang er seinen Gegner zur Aufgabe – eine tolle Leistung von Constantin. Alexander wickelte derweil in ein remisverdächtiges Turmendspiel ab, übersah dann aber eine Bauerngabel, was zum sofortigen Partieverlust führte. Meinen Gegner hatte ich gar nicht auf der Liste stehen. Später stellte sich heraus, dass er mit seinen 1.750 DWZ zugunsten einer jugendlichen Nachwuchskraft auf seinen Platz im Bezirksligawettkampf verzichtet hatte. Entsprechend stand ich unter Druck, Nach dem Spruch „Rochade ist etwas für Feiglinge“ (siehe Bezirksligawettkampf vom 09.09.18) verzichtete ich großzügig darauf und konnte nach Damentausch auf ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern hoffen. Leider vermied es mein Gegner auf den angebotenen Turmtausch einzugehen und drohte weiterhin mit seinem Freibauern auf der F-Linie. Währenddessen leerte sich das Spiellokal. Unsere Bezirksligamannschaft hatte unentschieden gespielt. Meine Gegenwehr – Fritz zeigte zeitweise minus 0,7 an – hielt bis zum 68. Zug , dann patzte ich und musste gegen 16:00 Uhr meinem Gegner gratulieren.

Wir hatten also unentschieden gespielt – wie die ERSTE. Insgesamt ein interessantes Potpourri von Partien. Man weiß in der 4. KK wirklich nicht gegen wen man spielt.

Gerald Kirste

5. Mannschaft verliert

5. Mannschaft mit negativem Abschluss

Die 5. Mannschaft musste heute in Köln-Mülheim gegen die 6. Mannschaft der dortigen Schachfreunde antreten. Drei jugendliche Stammspieler standen wegen verständlicher schulischer bzw. familiärer Verpflichtungen nicht zur Verfügung. Auch der Mannschaftsführer war verhindert. Der Ersatzmannschaftsführer Bernd konnte Maximilian noch für einen Einsatz gewinnen, den er einsatzfreudig durchzog. So zogen wir mit 4 statt 6 Spielern in den Kampf, hatten also schon 2 Minuspunkte bei Spielbeginn. Die Gegner unseres verbliebenen Häufleins waren ein Oldie und 3 ziemlich junge Youngster. Dennoch entsprach das Ergebnis nicht der Altersstruktur. Unser Senior Gerd stand nach einer halben Stunde als souveräner Sieger da. Sein Gegner konnte ihm nach anfänglichem Feuerwerk keine Gegenwehr entgegensetzen. Maximilian musste nach etwa derselben Zeit gegen einen etwa gleichaltrigen Gegner die Segel streichen. Damit stand es 3:1 für den Gegner. Bernd hatte zwar gegen einen Youngster zu Beginn einen Figurenvorteil (Bauern gegen Läufer), musste dann aber eine gefährliche Falle (Matt durch Springer und Dame auf dem Königsflügel) überstehen und spielte im erweiterten Endspiel einen ziemlichen Murks gegen den vielleicht anfangs unterschätzten Gegner. So stand es nach ca. 1,5 Stunden 4:1 für den Gegner. Werner spielte wie in der ganzen Saison präzise gegen seinen jungen Gegner und war einen Offizier in Vorteil. Ein Sieg wäre sicher gewesen, doch der hätte Zeit gebraucht. So einigten sich die beiden auf Remis, da der Mannschaftskampf insgesamt bereits verloren war. Somit verlor Erftstadt 5 1,5 zu 4,5 gegen die 6. Mannschaft der SF Köln-Mülheim.

Als Fazit aus dieser Saison, die verheerend begann, aber in den Mittelpartien gute Erfolge und damit einen Hinweis auf eine gute Entwicklung der Mannschaft versprach, kann man sagen, dass die Jugendlichen einen Fortschritt für die Einschätzung von Mannschaftskämpfen gewonnen haben (schachliche Fortschritte machen sie überwiegend im Verein!). Die Aufstellung der Manschaft mit 11 Spielern, wobei die überwiegende Zahl Nachwuchstalente sind, sollte überdacht werden, da das Alter der Aufgestellten doch erhebliche Verfügungsrisiken bedeutet. Hier ist die strategische Einstellung der Vereinsspitze gefragt. Dennoch glaube ich, dass wir nach den anfänglichen Pleiten ein akzeptables Ergebnis ( den 6. Platz von 8 Mannschaften mit 16 Brettpunkten) erreicht haben. Einzelheiten können nachstehener Abschlusstabelle entnommen werden. Damit verabschiedet sich die 5. Mannschaft aus der Saison 2012/2013 und sieht weiteren Entwicklungen erwartungsvoll entgegen.

Ich danke, auch im Namen des Mannschaftsführers, allen Mitspielern, die sich in der abgelaufenen Saison für die 5. Mannschaft eingesetzt haben, und wünsche vor allem unseren jungen Mitspielern eine recht erfolgreiche Zukunft.

 

2. Kreisklasse - Gruppe Ost: Tabelle; Datum: 14.04.2013

Pl.

Mannschaft

1

2

3

4

5

6

7

8

Sp

+

=

-

MP

BP

1

SG Niederkassel 4

**

5,5

3,0

5,5

6,0

6,0

3,5

5,0

7

6

1

0

13

34.5

2

Klub Kölner SF 5

0,5

**

5,0

4,5

4,0

4,5

6,0

5,5

7

6

0

1

12

30.0

3

SK Sülz-Klettenberg 3

3,0

1,0

**

4,5

4,0

5,0

2,5

5,0

7

4

2

1

10

25.0

4

KSK Dr. Lasker 4

0,5

1,5

1,5

**

4,0

3,5

4,0

4,5

7

4

0

3

8

19.5

5

SF Köln-Mülheim 6

0,0

2,0

2,0

2,0

**

4,5

4,0

3,0

7

2

1

4

5

17.5

6

SV Erftstadt 5

0,0

1,5

1,0

2,5

1,5

**

4,5

5,0

7

2

0

5

4

16.0

7

Satranc Club 2000 3

2,5

0,0

2,5

2,0

2,0

1,5

**

5,0

7

1

1

5

3

15.5

8

Brühler SK 9

1,0

0,5

1,0

1,5

3,0

1,0

1,0

**

7

0

1

6

1

9