Start in die Saison 2015/2016

4. Mannschaft - 1. Kreisklasse (West) : Start in die Saison 2015/2016

 

Aufstellung der Mannschaft:

 

Da der Verein sich aufgrund der Personalprobleme in der vorigen Saison und zu erwartender Probleme in der neuen Saison dazu entschlossen hatte, auf eine fünfte Mannschaft zu verzichten, wurde die vierte Mannschaft neu zusammengestellt, wobei ein Grundgerüst der vierten Mannschaft blieb, aber auch Spieler der fünften Mannschaft eingebunden wurden. So gelang es bis auf ein Missverständnis beim zweiten Spiel, in den ersten vier Spielen eine homogene und nicht ganz erfolglose neue Mannschaft komplett an allen Brettern einzusetzen.

 

Ergebnisse der ersten beiden Begegnungen:

 

Wie im letzten Jahr mit der 5. Mannschaft mussten wir dieses Mal auch wieder gegen Horrem II antreten, allerdings diesmal Zuhause. Doch das Ergebnis entsprach dem letztjährigen: 1 .7! Der eine Punkt wurde durch Abwesenheit des Gegners an Brett 1 erreicht. Bei einem Vergleich der DWZ beider Mannschaften kann man dieses Ergebnis auch verstehen; die Horremer hatten eine im Schnitt (!) 465 höhere DWZ als wir!

Bei der zweiten Begegnung gegen Brühl VI in Brühl konnten wir auch kein wesentlich besseres Ergebnis erzielen, wobei unser Brett 4 unbesetzt blieb. Endergebnis: 6,5 : 1,5. Aber auch hier hatte der Gegner eine durchschnittlich um 185 höhere DWZ-Wertung

 

Ergebnisse der 3. und 4. Begegnungen:

 

Doch nach diesen beiden ersten Waterloos ging es jetzt bergauf. Wir empfingen Longerich II, die auch mit einer um durchschnittlich 249 höheren DWZ angereist waren. Wir konnten schnell an den Brettern 1 und 2 ein Remis erzielen, gingen dann an Brett 8 durch unseren bisher jüngsten eingesetzten Spieler Rasmus mit 2 : 1 in Führung. Diese wurde durch Verlust an Brett 8 egalisiert. Im weiteren Verlauf gab es dann noch 3 Remis und nach gutem Kampf mit Figurenopfer einen Sieg an Brett 3. Das ergab letztendlich den ersten Sieg mit 4,5 : 3,5 gegen eine höhere DWZ und 2 Punkte für die Tabelle!

 

Für den 4. Wettkampf fuhren wir am 3. Advent im Regen nach Kerpen, wo es gegen Kerpen 3 ging. Dies hatte zwar auch eine im Schnitt um 156 höhere DWZ, aber allein an Brett 2 war der Gegner um 331 DWZ überlegen. Aber auch hier zeigten wir einen starken Kampf. Unser Youngster an Brett 8 fegte zuerst seinen um 301 DWZ besseres Gegenüber vom Brett, dann tat sich Brett 7 trotz mehrfacher voreiliger Mattansagen etwas schwer, schaffte es aber schließlich mit 304 DWZ plus, als Sieger dazustehen. Unsere Bretter 3 und 4 siegten standesgemäß mit ca. 150 DWZ plus. Brett 1, 4 und 5 teilten sich den Gewinn. Brett 2 setzte sich am längsten gegen seinen übermächtigen Gegner (s. o.) zur Wehr, musste ihm aber zum Schluss zum Sieg gratulieren. Doch insgesamt war die Mannschaft mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Sie hat sich mit den Ergebnissen der letzten beiden Spiele und den 4 Tabellenpunkten ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht und kann voller Zuversicht auf den Rest der Saison im nächsten Jahr blicken. In diesem Sinne wünscht der Verfasser allen Mannschaftskollegen ein geruhsames und friedvolles Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches Jahr 2016.

 

Bernd Dossen-Horn

Saison 2014/15 – ein Rückblick

Die Saison 2014/15 ist nun zu Ende. Die 4. Mannschaft landete auf Platz fünf und ließ damit drei andere Mannschaften hinter sich. Wenn man bedenkt, dass wir den zweit-schlechtesten DWZ-Durchschnitt in dieser Klasse haben, dann liegt diese Platzierung etwas über den Erwartungen. Da von Anfang an feststand, dass es in der 1. Kreisklasse West wegen der nur acht teilnehmenden Vereine keinen Absteiger gibt (Regel: ab Platz neun wird abgestiegen.), konnten wir ohne Druck aufspielen. Wir gewannen zwei Wettkämpfe, davon einen kampflos, und hielten einen Kampf remis. Somit kamen wir auf fünf Mannschaftspunkte.

 

Topscorer war Leonhard Moske. Von drei ausgespielten Partien gewann er zwei, also 67 Prozent. Leonhard zeigte teilweise ein hervorragendes Schach, er empfiehlt sich für höhere Aufgaben.Mit einer Ausbeute von 50 Prozent überzeugten auch Christian Hechler (1,5 aus 3) und Jan Schopp (2 aus 4). Lediglich Viktor Teutsch merkte man seine fehlende Spielpraxis (kein Training) an.

 

Diese vier „Stamm-Jugendlichen“ trugen wesentlich zum zufriedenstellenden Abschneiden unserer Mannschaft bei. Bei den ausgespielten Partien (kampflose herausgerechnet) erzielten sie ein Ergebnis von 42 Prozent. Die Erwachsenen kamen dagegen nur auf 38 Prozent.

 

Allerdings mussten wir auch häufig auf einige dieser Jugendlichen verzichten. Sie waren sehr oft schon samstags bei den Kölner Einzelmeisterschaften oder auch bei anderen Turnieren aktiv. Verständlich, dass die Eltern mit Hinweis auf die Schule oder auch andere Verpflichtungen (z.B. Erftstadt-Lauf) oft auf einen freien Tag am Wochenende bestanden. So kam es, dass wir insgesamt sechs mal ein Brett freilassen mussten. Im Durchschnitt gaben wir daher bei fast jedem Mannschaftskampf einen Punkt kampflos ab. Höhepunkt war der erste Spieltag, als wir in Porz nur zu Fünft antraten – und dabei fast (!) noch ein Remis erreichten. Und Porz steigt auf! Hier müssen wir bei zukünftigen Mannschaftsplanungen etwas vorsichtiger agieren, sprich mehr Erwachsene melden, die regelmäßig spielen können, aber auch bereit sind, einmal zugunsten eines Jugendlichen zurückzustehen. Leider kamen wir in dieser Saison nie in diese „Verlegenheit“, im Gegenteil ...

 

An allen sieben Wettkämpfen nahmen Werner Rost, Gerd Perrey und Bernd Dossen-Horn teil. Klar, die Rentner haben ja Zeit … Die restlichen erwachsenen Stammspieler fehlten mehr oder weniger oft. Etwas tragisch Annalisa Schütten: Regelmäßig gab sie mir als Mannschaftsführer einen Korb, ihr Wochenenddienst hatte natürlich Priorität. Am letzten Spieltag endlich meldete sie sich einsatzbereit. Leider kam sie gesundheitlich angeschlagen zum Spiellokal, und zu allem Überfluss trat die gegnerische Mannschaft nicht an. Schade.

 

 

Zum Abschluss möchte ich die Schachfreunde erwähnen, die gewillt waren, Verantwortung zu übernehmen: Alle Erwachsenen waren bereit, mit dem eigenen PKW zu Auswärtsspielen zu fahren. Dörte Greve fungierte souverän als Wettkampfleiterin. Last but not least, Bernd Dossen-Horn berichtete unterhaltsam von den Wettkämpfen – für die Homepage und für Incognito.

 

 

 

Als Mannschaftsführer bedanke ich mich bei allen. Auch wenn die Mannschaftsaufstellung nicht immer leicht zu bewerkstelligen war, es hat mir viel Spaß gemacht. 

Werner Rost

 

Vierte-Mannschaft 2015-3 - Kopie

 

 Unsere Mannschaft am letzten Spieltag: Leonhard Moske, Gerd Perrey (hinten), Christian Hechler,

Viktor Teutsch, Werner Rost, Bernd Dossen-Horn, Annalisa Schütten, Jan Schopp. Es fehlen die 

Stammspieler Dörte Greve und Gerald Kirste. [Im Hintergrund wacht der Hl. St. Kilian]

 

 

 

 

 

 

 

Spielbericht zum 6. Spieltag der 1. Kreisklasse (West) am 08.03.2015

Horrem II spielte ihre Überlegenheit gegen die 4. Mannschaft aus

am 08.03.2015 (7 : 0)

 

Bei schönstem Wetter fuhren wir nach Horrem und begannen um 11:00Uhr in einem hellen Kellerraum, der absolut ruhig war, unseren Mannschaftskampf gegen die 2. Mannschaft von Horrem. Leider konnten wir nur 7 Bretter besetzen, da etliche Jugendliche aufgrund anderer Verpflichtungen oder Vorbereitungen auf wichtige Klassenarbeiten am Montag nicht spielen konnten. So ließen wir Brett 4 frei. Wir trafen auf eine Supermannschaft mit 1727 DWZ-Punkten Differenz an 6 vergleichbaren Brettern. Doch nun zu den einzelnen Partien:

Nach ca. 1:20 Stunden (h) übersah Rasmus (Müller) an Brett 8 ein Grundlinienmatt, hielt bis dahin die Partie aber ausgeglichen, was anzuerkennen ist. Er spielte gegen ein neues Mitglied von Horrem, das erst Mitte vorigen Jahres eingetreten ist, aber nach Meinung der Horremer durchaus besser als sein heutiger Einsatz spielt. 2 : 0

An Brett 7 gab Ruben (Schmitz) nach 37 Zügen auf gegen einen um 446 Punkte besseren Gegner, nachdem er 2 Bauern abgegeben hatte, und damit für den Gegner die gesamte Damenseite für einen Bauerndurchmarsch frei war. Stand. 3 : 0.

Dörte (Greve) begann an Brett 5 etwas ungewohnt verhältnismäßig offen, die Partie entwickelte sich jedoch geschlossen, und nach 2:35 h und 20 Zügen einigte sie sich mit ihrem 142 Punkte besseren Gegenüber auf Remis, (3,5 : 0,5). Ein recht achtbarer Erfolg.

Werner (Rost) traf an Brett 1 auf einen Horremer mit über 1800 Punkten (Unterschied 312 Punkte!), ging die Partie recht zügig an. Nach ein paar Zügen stand die Dame bereits auf c4..Doch das Spiel entwickelte sich dann ziemlich geschlossen. Zuerst bot der Gegner Werner ein Remis an, das dieser zunächst aufgrund des Spielstandes und seiner Partie-Einschätzung ablehnte. Nach 2:40 und 34 Zügen einigte er sich dann doch auf Remis. Er ist nunmehr unheimlich stolz, gegen eine DWZ über 1800 ein Unentschieden erreicht zu haben, was ihm unvergesslich im Gedächtnis bleiben wird. 4 : 1.

Bernd (Dossen-Horn) ging die Partie forsch an, musste jedoch im Kampf um den Mittelbauern d4 klein beigeben, übersah dann auch noch eine Schachkombination des Gegners, mit der dieser (167 Punkte besser als Bernd und auch schon Regionalliga-erfahren) einen Turm ohne Gegenleistung eroberte. Danach hatte Bernd die Partie innerlich aufgegeben, spielte zwar noch einige Züge, bis er unter dem Eindruck der desolaten Stellung nach 33 Zügen und 2;50 h dem Gegner zum Sieg gratulierte. 5 : 1.

Gerald (Kirste) an Brett 6 begann recht geschlossen, konnte eine gute Weile mit seinem 224 Punkte stärkeren Widersacher mithalten, musste sich dann aber nach ca. 3 h ergeben. 6 :1.

Der letzte Kämpfer für Erftstadt, Gerd (Perrey), kämpfte verbissen trotz schlechterer Stellung im späten Mittelspiel gegen einen 436 Punkte besseren Horremer, der jedoch vor der Zeitkontrolle nur noch 9 Minuten Zeit für 6 Züge in einer komplizierten Stellung, allerdings zu seinem Vorteil, hatte. Er behielt aber die Ruhe, konterte die Angriffsversuche von Gerd gekonnt, und beeindruckte ihn durch 2 Damenschachs so, dass dieser ihm schließlich die Hand zur Siegesgratulation reichte.

Damit war der Endstand von 7 : 1 für den SV Horrem hergestellt.

Diese Begegnung war eine Lektion für Erftstadt, das sich nicht zu schämen braucht für die Niederlage gegen eine Mannschaft, die die höchste Gesamt-DWZ aller Mannschaften in der 1. Kreisklasse West hat und aller Wahrscheinlichkeit nach in der nächsten Saison in einer höheren Klasse spielen wird. Wir verdauen jetzt diese Niederlage und gehen voller Hoffnung und Siegeswillen in die letzte Partie dieser Saison gegen Dormagen am 26.04. zuhause. Horrem wünschen wir viel Glück und Erfolg auf dem weiteren Weg.

 

Bernd Dossen-Horn