IV. Mannschaft - Saison 2014/15

 

Spielbericht zum 5. Spieltag der 1. Kreisklasse (West) am 08.02.2015:

 

 Kleines Debakel für die 4. Mannschaft gegen Sülz-Klettenberg am 08.02.2015

 

 

Dank Gerd's kundiger Führung fanden wir schnell den Spielort in Klettenberg, ein großer Seminarraum mit sehr viel Platz für die einzelnen Spieler. Unsere Aufstellung bestand aus 3 Senioren, 2 erfahrenen jüngeren Spielern und 3 Jugendlichen. Die DWZ-Wertung der gegnerischen Mannschaft lag um ca. 500 Punkte höher als unsere; wir hatten es also schwer. Die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Gerd [Perrey] an Brett 2 gewann nach 1 Stunde durch Aufgabe seines um 50 DWZ-Punkte besseren Gegners, der sich den Verlust eines vollen Läufers leistete und danach nicht mehr ins Spiel kam.

 

Jan [Schopp] an Brett 4 gab nach etwas mehr als 1 Stunde nach einem Fehler, der die Partie stark beeinflusste, auf. Seine Partie brachte den 1. Punkt des Gegners.

 

Danach sah unser heutiges 'Küken' Rene [Nett] keine Perspektive mehr und gab auf. Er spielte erstmals in einer Erwachsenen-Mannschaft und traf an Brett 8 leider auf einen sehr starken Gegner. Er hatte schnell einen Offizier verloren und musste auch anschließend diverses Material abgeben. Er sollte sich durch dieses Ergebnis nicht entmutigen lassen, jeder hat mal klein angefangen und 'die ersten Pflaumen sind madig!' Stand der Mannschaftsbegegnung: 2:1 für den Gegner!

 

Unser Mannschaftsführer Werner [Rost] kämpfte stark gegen den Supergegner mit ca. 160 DWZ mehr. Er konnte die Partie fast 44 Züge lang ausgeglichen halten, schätzte den eigenen Tempovorsprung im Fast-Endspiel jedoch falsch ein. So musste er dem Tempovorsprung des Gegners Tribut zollen und gab nach 44 (!) Zügen und 2:45 Stunden auf. 3:1 für den Gegner!

 

Viktor [Teutsch] an Brett 5 schlug sich wacker gegen einen ca. 220 DWZ-Punkte besseren Gegner, musste dann nach 30 (!) Zügen und 2h 43 min die Waffen strecken. Anerkennung für seinen Kampfgeist! Stand: 4:1.

 

Als nächster konnte der Zweitälteste Bernd [Dossen-Horn] an Brett 3 das Mannschaftsergebnis gegen einen ca. 175 DWZ besseren Gegner etwas aufbessern. Er spielte entsprechend seinem Temperament von Anfang an voll auf Angriff und hatte den Gegner seiner Ansicht nach ziemlich im Griff, aber dessen Qualität (siehe DWZ) zeichnete sich durch exzellente Erwiderungen aus. Letztendlich bot er nach 2 h 15 min und 22(!) Zügen Remis an, das Bernd annahm. In einem lockeren Nachspiel bestätigte sich dieses Ergebnis auch. 4,5 : 1,5.

 

Birk [Müller] an Brett 7 konnte die Partie auch lange ausgeglichen gestalten, sah jedoch nach 3 h 5 min keine Perspektive mehr und gab auf.

 

Dörte [Greve] an Brett 6 begann gegen einen knapp 100 DWZ besseren Gegner wie immer strategisch geschlossen die Entwicklung ohne Risiko. So standen gegen Ende der Partie auch noch eine Menge Bauern auf dem 'Parkett'. Dazu gab es jeweils zwei Türme, einen Springer und eine Dame. Dörte geriet im Endspiel ziemlich in Bedrängnis, konnte sich jedoch lange Zeit erfolgreich wehren. Schließlich fand der Gegner das Rezept zum Durchbruch und Dörte gab 3 Minuten vor der Zeitkontrolle auf. Hohe Anerkennung für ihr Engagement in dieser Partie!! Endstand: 6,5 : 1,.5!

 

Fazit. Wir trafen auf eine erheblich bessere Mannschaft und brauchen uns daher unserer Niederlage nicht zu schämen! Wir haben etliche Jugendliche eingesetzt, die Erfahrung sammeln konnten. Sie sollen wegen ihres Verlustes nicht traurig sein, sondern sich freuen weil die heutige Erfahrung ihre Weiterentwicklung gefördert hat!

 

 

 

Spielbericht zum 4. Spieltag der 1. Kreisklasse (West) am 11.01.2015:

 

Die 4. Mannschaft trennt sich einvernehmlich von Euskirchen III

 

Als wir vor unserem Spiellokal Pfarrheim Kilian in Lechenich ankamen, versperrten jede Menge Sternsinger von ganz Klein bis Opa fast den gesamten Eingang und warteten auf die Überführung in die Kirche zum Gottesdienst. Diese Veranstaltung hatte natürlich auch die Besetzung aller Parkplätze ringsum zur Folge. Dadurch kamen die Gegner unserer Mannschaft und der gleichzeitig spielenden V. Mannschaft verzögert zum Treffen. Da sowohl bei unserem Gegner als auch bei uns je ein Spieler fehlte, musste eine Entscheidung über die Besetzung der einzelnen Bretter gefällt werden. Bei uns gab es nur die Alternative 'Gerald an 7 oder 8, der Gegner hatte damit wohl mehr Schwierigkeiten. Letztendlich hatte Gerd [Perrey] bei uns an Brett 2 einen Punkt spielfrei gewonnen, ebenso der Gegner an Brett 8., d.h. 1:1 vor Spielbeginn und Gerald an 7!

Dann ging ca. 11:00 Uhr der eigentliche Mannschaftskampf los. Dabei ist zu bemerken, dass der Gegner an Brett 1 blind ist! Er lieferte unserem Spieler Werner [Rost] an Brett 1 einen hervorragenden Kampf, den er leider für ihn gegen 14:15 Uhr in aussichtsloser Stellung kurz vor dem Matt aufgeben musste. Dennoch sei ihm höchste Anerkennung für seine Leistung gezollt!

Bernd [Dossen-Horn] an Brett 3 machte sowohl in der Eröffnung (Bauerngabel, aus der er sich jedoch ohne Verlust herauswinden konnte) als auch im 12. Zug einen groben Fehler. Er stellte seine Dame diagonal vor seinen Turm und lud dadurch den gegnerischen Läufer zu einem Festschmaus ein, doch überließ er ihm nur den Turm gegen den Läufer. Des weiteren drehte sich der intensive Kampf nur um den Bauern e5 von Bernd, den dieser mit allem, was er hatte, verteidigte, der Gegner aber mit allem, was er hatte, angriff. Nach etlichen Winkelzügen auf beiden Seiten und auch einem offenen Schlagabtausch konnte Bernd die Stellung ziemlich stabilisieren, sodass sein Gegner nach längerer Überlegung einem Remis-Angebot zustimmte. Dies erfolgte nach 2 ½ Stunden.

Bernd's Nebenmann Christian [Hechler] an Brett 4 spielte, wie gewohnt, eine ruhige, geschlossene Partie, in der er stellenweise Übergewicht hatte, das er jedoch nicht in einen Sieg umwandeln konnte. So trennte er sich nach 1 Stunde 50 min gerechtfertigt mit Remis. Dazu sei ihm Anerkennung gezollt.

Jan [Schnopp] an Brett 5 hatte nach seiner letzten Siegerphase heute etwas Pech. Er stand im Mittelspiel einigermaßen mit einer Leichtfigur Vorsprung gut da. Dann verlor er plötzlich, entweder aufgrund einer nicht ausreichend durchgerechneten Kombination oder eines Flüchtigkeitsfehlers seine Dame. Er versuchte noch, durch mehrere Mattdrohungen wieder die Oberhand zu gewinnen, verlor jedoch nach 1 Stunde 40 min.

Ein weiterer Youngster, Leonhard [Moske], lieferte wieder eine hervorragende Partie ab. Nach frühem Figurengewinn brachte er seinen Gegner mit einer sauberen Mattstellung auf der schwarzen Grundlinie mit seinen beiden Türmen und der Dame gegen die gleiche Armada des Gegners zur Aufgabe. Eine angenehm zu verfolgende Partie. Diesmal gebührt ihm die Krone der Jugend, die sich mit einem durchschnittlichen Remis gut in der IV. Mannschaft integriert hat.

Gerald [Kirste] an Brett 7 spielte wie gewohnt eine ruhige, geschlossen Partie ohne große Highlights.. Leider unterlief ihm dann vor dem Übergang zum Endspiel ein entscheidender Fehler, was die Abgabe des Gewinnpunktes an den Gegner zu Folge hatte.

Somit ging der Mannschaftskampf insgesamt gerecht 4 : 4 aus und verlief recht harmonisch und ausgeglichen. Es gab einige schöne und manchmal auch etwas aufregende Partien zu sehen. Beide Mannschaften können gut mit dem Ergebnis leben. Wir sehen jedenfalls erwartungsfroh dem nächsten Kampf entgegen.

 

 

 

 Moske,Leonhard - Recker,Jürgen [C01]

 

 

[Rost,Werner]

 

1.e4 e6 2.Sc3 d5 3.exd5 exd5 4.d4 Sf6 5.Lg5 h6? [stellt einen Bauer ein] 6.Lxf6 Dxf6 7.Sxd5 De6+ 8.Se3 Le7 9.Sf3 0–0 10.Lc4 Dd6 11.0–0 c6 12.Te1 b5 13.Lb3 a5 14.c4 Sd7? [verliert eine Figur] 5.Sf5 Df6 16.Sxe7+ Kh8 17.Sxc8 Taxc8 18.cxb5 cxb5 19.Tc1 Tcd8 20.Dd3 Db6 21.Se5 Sxe5 22.Txe5 Txd4 23.De3 Dd6? 24.Te4 [24.Te8!] 24...Td3 25.Df4 Dd7 26.Tce1 a4 27.Lc2 Td2 28.T4e2 Td4 29.De5 Kg8

 

 Partie-Moske-Diagramm

 

 

30.De8! [Ein sehr guter Zug. Leonhard nutzt die gegnerische Grundreihenschwäche aus (falsches Luftloch!) und erzwingt den wünschenswerten Abtausch einiger Schwerfiguren oder alternativ Matt.] 30...Dd5?? [verliert sofort] [30...Dxe8 Schwarz musste wohl oder übel trotz Minusfigur tauschen. 31.Txe8 g6 32.Txf8+ Kxf8 33.Kf1 auch mit Gewinn für Weiß] 31.Dxf8+ 1–0

 

 

 

 

 

 

Spielbericht zum 3. Spieltag der 1. Kreisklasse (West) am 07.12.2014:

 

Die 4. Mannschaft verliert 6: 2 bei SV Hürth-Berrenrath II

 

 

 

Wir wurden wie bereits in der vorigen Saison nett von der Berrenrather Mannschaft empfangen. Wir spielten direkt mit offenen Karten und teilten unserem Gegner mit, dass unser Spieler an Brett 1 leider verhindert ist und wir diesen Punkt kampflos dem Gegner überlassen. Dann spielten wir mit 2 Youngstern, Jan und Christian, einer jungen Dame, Dörte, einem Spieler im besten Alter, Gerald, und den drei Oldies Werner, Gerd und Bernd. Wir wollten eigentlich den Überraschungssieg aus der vorigen Saison wiederholen.

Es fing auch gut an, als Jan (unser Top-Scorer mit 2 Punkten aus 2 Partien) nach 1,5 Stunden und 43 Zügen seinen Gegner an Brett 6 bezwungen hatte, nachdem er schon im 15. Zug mit einem Springer mehr gespielt hatte.

Danach musste Gerd an Brett 3 dem Gegner nach 1 Stunde 40 Minuten und 32 Zügen die Hand zur Gratulation reichen. Dieser hatte ihn systematisch so angegriffen, dass ihm kein Ausweg mehr blieb.

An Brett 8 trennten sich Gerald und sein Gegner nach 2,5 Stunden und 19 Zügen unentschieden, was nach der Stellung und eigenem Eingeständnis für ihn und die Mannschaft ein Glücksfall war.

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Danach war Werner an Brett 2 von seinem Gegner, der auch schon mehrfach in unserem Verein bei Turnieren mitgespielt hatte, nach 2 Stunden 40 Minuten kurz vor dem Matt und gab auf.

Unser Youngster Christian ließ wieder Hoffnung aufkommen, als er nach einem sehr guten Spiel bei leichten Vorteilen für ihn nach 3 Stunden 10 Minuten (!) sich mit seinem Gegner auf Remis einigte.

Dörte, die ihre Partie wieder sehr kompakt angelegt hatte, gab nach 3 Stunden und 20 Minuten auf, da sie im Endspiel mit 2 Türmen gegen 1 Turm und zwei Leichtfiguren und außerdem nur noch wenig Zeit keine Perspektive mehr sah.

Jetzt war nur noch Bernd am Spielen, der nach Meinung vieler Kiebitze sich mit seinem Gegner einen sehr interessanten Kampf geliefert hatte. Doch im Bauernendspiel unterlag er nach 3,5 Stunden, sodass im Endeffekt Erftstadt mit 6 zu 2 unterlag.

Dazu ist noch anzumerken, dass unsere Spielgegner insgesamt ca. 650 DWZ-Punkte mehr haben als wir. Trotz dieser verlorenen Begegnung stehen wir in der Tabelle der 1. Kreisklasse West noch im Mittelfeld als 5. von 8 Mannschaften.

 

 

 

2. Spieltag: Die 4. Mannschaft gleicht Ergebnisbilanz aus

 

 

 

Am 09.11.2014 hatten wir ein Heimspiel gegen die 7. Mannschaft von Brühl in dem Gemeindehaus der Pfarre St. Kilian, in dem an diesem Tag noch ein anderes bewegendes Ereignis stattfand.

Für die kleine 5-jährige Lara aus Erftstadt, die an Blutkrebs erkrankt ist, sollten sich Bürger typisieren lassen, um einen möglichen Knochenmarkspender für das Mädchen zu finden. Werner wollte es in seiner Eröffnungsrede zu der Mannschaftsbegegnung zwar etwas grösser, er sprach von Knochenspende, aber es bleibt beim Knochenmark! Gegen 13 Uhr verkündete der Frontmann von den Höhnern (Da simmer dabei), Henning Krautmacher, dass die Hälfte der geplanten Probenmenge von 2.000 erreicht ist, und stellte den 1.000sten Probanden vor.

 

Doch nun zum eigentlichen Thema 'Mannschaftskampf Erftstadt IV – Brühl VII'. Leider konnte Brühl nur mit 6 Spielern/-in antreten, sodass Werner und Gerd jeweils einen Punkt ohne Fehler einfuhren! Bernd bot dem gegnerischen Mannschaftsführer mit Schwarz nach 18 Zügen aus Sicherheitsgründen Remis an, wobei die Stellung auch diesem Angebot entsprach. Der Gegner lehnte zunächst ab, bot dann aber nach dem 23. Zug selbst Remis an, dass Bernd annahm. Ein weiterer halber Punkt zum Sieg.

 

Das nächste Ergebnis brachte die Partie von Leonard, die er lange offen gestalten konnte, gegen Ende noch die Möglichkeit zur Erringung eines Vorteils, in der er sich die Eroberung der gegnerischen Dame erhoffte. Doch er unterlag einer falschen Einschätzung und musste dann leider dem Gegner gratulieren. Birk erreichte schon im Rahmen der Eröffnung einen Vorteil (Springergabel Schach – Turm mit Turmgewinn) und spielte die Partie ruhig und besonnen weiter, bis der Gegner kurz vor der Bauernumwandlung in eine Dame aufgab (3,5 : 1,5). Viktor an Brett 5 hielt die Partie auch lange ausgeglichen und bot seiner Gegnerin auch ein Remis an, doch diese lehnte angesichts des Spielstandes ab. Es wurde weitergekämpft und langsam kristallisierte sich durch geschicktes Stellungsspiel ein Vorteil der Gegnerin heraus, der zur Umwandlung eines Bauern in eine Dame führte (3,5 : 2,5).

 

Gerald und Jan spielten recht geschlossene Eröffnungen und setzten ihre Partien auch so fort. Gegen 14:30 Uhr gab der Gegner angesichts eines Materialvorteils von Gerald (Turm gegen Läufer) auf. Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurde auch die letzte Partie, in der sich Jan an Brett 4 (!) nach und nach eine bessere Stellung erkämpft hatte, durch Aufgabe beendet. Uhrenstand Restzeit: Jan = 1Std 30 Minuten; Gegner 10 Minuten für 14 Züge.

 

So konnten wir unsere Bilanz mit 5,5 zu 2,5 ausgleichen und insgesamt ein positives Brettverhältnis von 9 zu 7 erreichen.

 Das wurde von Werner mit reichlich Kuchen aus der Cafeteria gefeiert, den er sich zu Hause mit seiner Frau schmecken ließ.

 

 

 

1. Spieltag:  Die 4. Mannschaft erringt Achtungs-'Erfolg'

 

 

Am Sonntag, dem 28.09.2014, begann endlich wieder die echte Wintersaison für die 4. Mannschaft des Schachvereins Erftstadt. Der Saisonbeginn gestaltete sich leider etwas schwierig. Durch Verhinderung von einigen Mannschaftsmitgliedern durch Erftstadtlauf, Kur und schulischen Anforderungen und anderen Gründen konnte unser Mannschaftsführer Werner nur noch weitere 4 Spieler statt der erforderlichen 7 Spieler um sich scharen. Zum Glück fuhren wir rechtzeitig gegen 10:15 Uhr los in Richtung Porz, unserem Gegner. Werners Navi tat es leider nicht, aber Gerd hatte sich am Vorabend im Internet minutiös auf den Weg zum Spiellokal in Porz vorbereitet. Schließlich kamen wir kurz nach Spielbeginn um 11 Uhr und einigen Rundfahrten in Porz an.

 

Werner schenkte dem Gegner, IX.(!) Mannschaft von Porz, sofort reinen Wein ein, dass die Bretter 1, 6 und 8 unsererseits nicht besetzt werden, was beim Gegner zum einen Freude wegen der 3:0-Führung, andererseits aber auch Enttäuschung wegen Ausfalls der Spielgelegenheit hervorrief. Unsere Gegner waren bis auf Brett 7 Kinder zwischen 10 bis 14 (?) Jahren, die aber eine DWZ von 1409 bis 1580 aufweisen. Leonhard an Brett 7 hatte den einzigen Erwachsenen vor sich, der allerdings länger nicht Schach gespielt hatte. Dieser übersah eine Bauerngabel, die Leonhard einen Offizier einbrachte. Diesen Vorteil wusste er so konsequent auszunutzen, dass der Gegner schließlich nach 2 Stunden aufgab – 1:3 für Erftstadt! Bernd spielte gegen einen von zwei 10-jährigen Zwillingen, der jedoch eine um fast 30 Punkte höhere DWZ hat als er. Er spielte sehr genau nach der Eröffnung Sf3, g3, d3, Sd2, e4, Lg2 und konnte bis zum 19. Zug alle meine Angriffsansätze gut abwehren. Doch dann konnte Bernd durch ein Springerschach mit gleichzeitiger Turmbedrohung einen Turm gewinnen und lockte ihn später mit seinem Läufer in eine Falle, in der er seinen Läufer gegen einen Bauern hergeben musste. Beim 31. Zug musste Bernd noch eine Schrecksekunde überstehen, als er dachte, er müsste seine Dame gegen eine gegnerischen Turm geben, aber er konnte sich dann noch herauswinden und seinen Figuren- und Stellungsvorteil bis zum Matt ausnutzen. 2:3 für Erftstadt. Gerd spielte eine recht geschlossene Partie. Seine Strategie bestand in dem Abtausch aller Schwerfiguren und einem Bauernendspiel, für dessen Gewinn er sich stark genug fühlte. Doch dann blockierte er durch ein versäumtes Schachgebot seinen Läufer und bot seinem Gegner die Möglichkeit, einen Bauern in eine Dame umzuwandeln. Da gab Gerd auf. Nur noch 2:4 für Erftstadt. Christian spielte auch eine sehr geschlossene Partie, in der er sich einige geringe Stellungsvorteile erspielte. Aber nach fast 3,5 Stunden bot er seinem Gegner ein Remis an, dass dieser annahm. Christian kann stolz auf seine Leistung sein, denn obwohl sein Gegner wahrscheinlich jünger war als er, besaß er schon eine DWZ von 1533. Werner spielte ebenfalls eine geschlossene Partie, in der sich die Bauernketten bis zum Schluss gegenseitig weitestgehend blockierten. Er konnte jedoch über die a-Linie mit seinem Springer die gegnerische Kette, die mit einem Läufer verteidigt wurde, eliminieren. Damit brach das gegnerische Bollwerk zusammen und der Gegner, der zweite Zwilling mit einer DWZ von 1580 (!) gab auf. 3,5:4,5 für Erftstadt. Damit war nach über 3,5 Stunden das Spiel gegen Porz beendet. Leider konnten wir den anfänglichen 3-Punkte-Rückstand nicht ganz wettmachen. Aber das dafür doch recht gute Ergebnis von 3,5 Punkten aus 5 Partien lässt für die Zukunft hoffen.

 

Bernd Dossen-Horn

 

Noch ein paar ergänzende Anmerkungen: Porz besitzt ein wunderschönes geräumiges und zweckmässiges Spiellokal: Viele grössere und kleinere Räume, gut geeignet für Trainingsgruppen. Da das Lokal ausschliesslich vom Schachklub genutzt wird kann man beispielsweise die Demobretter permanent stehen lassen. Auf meine Nachfrage "klagte" man allerdings, man bräuchte noch ein paar weitere Räume. Schliesslich habe man etwa 100 jugendliche Mitglieder, denen man ein geeignetes Training anbieten möchte. - Das ist - im wahrsten Sinne des Wortes - einfach eine andere Liga.

Werner Rost

 

 

 


Saison 2013/14

 

IV. Mannschaft bleibt im Mittelfeld

 

Wir hatten eine längere Reise nach Bergisch-Gladbach zu einer 5. Mannschaft, die im letzten Mannschaftskampf ein Debakel mit 0,5 zu 7,5 erlitten hatte. Aber ähnliche Erfahrungen sind uns ja auch nicht fremd. Wir fuhren diesmal mit einer kompletten Mannschaft, in der nur ein Ersatzspieler, Gerald, zum Einsatz kam. Wir fingen furios an. Einer unserer Youngster, Leonhard, war wieder einmal erfolgreich, begab sich auf die Jagd nach der Dame seines Gegners, eroberte diese auch zu Lasten eines eigenen Turmes. Dann war die Partie nach ca. 40 Minuten zu Ende. 1 : 0 für Erftstadt. Jochen einigte sich in einer frühen Phase, aber ziemlich verkeilt mit seinem Gegner, mit diesem auf Remis. 1,5 zu 0,5 für Erftstadt. Gerald hatte im Verlauf des Spiels eine Springergabel übersehen, was den Verlust einer Qualität bedeutete. Gegen Ende konnte er mit Springer und Turm gegen 2 Türme nichts ausrichten, verlor schließlich noch den Springer und gab bald danach auf. 1,5 zu 1,5. Christian spielte eine recht schwierige Partie gegen einen guten Gegner, parierte einen kompakten Angriff mit einer guten Verteidigung, gab dann letztendlich aber einem Bauern von der Grundlinie die falsche Richtung. Statt an dem gegnerischen Bauern vorbeizuziehen und damit den Druck raus zu nehmen, schlug er ihn und destabilisierte damit seine Verteidigung. Danach war es leider bald zu Ende. Nunmehr stand es 1,5 zu 2,5 gegen Erftstadt. Werner erhielt als Geschenk seines Gegners einen kompletten Springer ohne Gegenleistung und brachte seine Partie sicher und genau nach Hause. Dies bedeutete ein 2,5 zu 2,5. Die restlichen 3 Partien gestalteten sich ausgeglichen, teilweise recht zäh mit geringen Vorteilen für den einen oder anderen. Alle gingen Remis aus. Damit waren beide Mannschaften zufrieden. Erftstadt behält 5. Platz in der Tabelle und Bergisch-Gladbach konnte die Scharte des letzten Mannschaftskampfes einigermaßen auswetzen und bleibt auf dem 7. Platz.

 

Bernd Dossen-Horn

 

Pl.Mannschaft12345678Sp+=-MPBP
1 SK Kerpen 2 ** 5,5 5,5 5,5 5,0 7,0 5,5 6 6 0 0 12 34.0
2 Brühler SK 7 2,5 ** 5,0 2,5 4,5 6,5 5,0 6 4 0 2 8 26.0
3 SV Hürth-Berrenrath 2 3,0 ** 4,5 3,5 4,0 6,0 4,5 6 3 1 2 7 25.5
4 SF Köln-Longerich 2 2,5 5,5 3,5 ** 4,5 3,5 5,5 6 3 0 3 6 25.0
5 SV Erftstadt 4 2,5 3,5 4,5 ** 4,0 4,0 4,5 6 2 2 2 6 23.0
6 SK Turm Euskirchen 3 3,0 4,0 3,5 4,0 ** 7,5 5,0 6 2 2 2 6 27.0
7 Bergische SF 5 1,0 1,5 2,0 4,5 4,0 0,5 ** 6 1 1 4 3 13.5
8 SG Rochade Brauweiler 2 2,5 3,0 3,5 2,5 2,5 3,0 ** 6 0 0 6 0

17.0

 

 

IV.Mannschaft

 

Berrenrath II – Erftstadt IV 3,5 : 4,5

 

 

Der Tag unserer Youngster …

 

 

Ein sonniger Tag, unsere Mannschaft komplett – was will man mehr. Besonders freute sich Helmut auf den Wettkampf, schliesslich war Berrenrath sein erster Schachverein. Allerdings waren wir im Vorfeld durchaus etwas skeptisch, hatte doch unser Gegner bisher noch kein Spiel verloren, zudem erschienen selbst dessen hintere Bretter noch sehr stark, fast übermächtig, zu sein. Unsere armen Jugendlichen ... Und Berrenrath strebte den Aufstieg an.

 

Tatsächlich schien sich unserer Skepsis schnell zu bestätigen: Bernd misshandelte die Eröffnung, verlor bald eine Figur, und musste seinem Gegner frühzeitig gratulieren. In selbst auferlegter Buße trat Bernd den Heimweg nach Canossa Liblar zu Fuß an. Gleichzeitig zeichnete sich aber bei Christian's Partie ab, dass hier ein Sieg möglich war. Christian kassierte einen Bauern, dann noch einen und wickelte in ein Endspiel mit jeweils einem Turm und ein paar Bauern ab. Dieses Endspiel behandelte er sehr umsichtig und gewann sicher. Ausgleich. Als nächster punktete an Brett acht Leonard. Sein Gegner ging die Partie etwas zu gemütlich an und überschritt bei etwa gleicher Stellung die Zeit. Unsere beiden Youngster hatten für die Führung gesorgt! Als nächster meldete Gerd ein Ergebnis: Remis. Die Stellung war jederzeit im Gleichgewicht, zu viel Risiko war beim derzeitigen Spielstand nicht angebracht. Leider verspielte Werner die schöne Führung wieder, er unterlag einem jungen, aber sehr stark spielenden Gegner. Als auch Dörte mit einer Figur weniger die Segel strich, schien Berrenrath wieder auf der Siegerstraße. Wir blieben aber optimistisch, denn die beiden laufenden Partien standen gut für uns. Vor allem Helmut glänzte wie in alten Tagen. War er anfangs etwas enttäuscht, weil er keinen seiner Bekannten von früher antraf, so konzentrierte er sich auf das Geschehen auf dem Brett. Ein kleine Ungenauigkeit seines Gegners in etwa gleicher Stellung nutzte er gnadenlos aus. Mustergültig führte er im Endspiel die Überlegenheit seines Springers gegen den Läufer vor – da kann manch einer noch etwas lernen! Nun lief noch die Partie an Brett eins. Jochen hatte zwei Mehrbauern, beide Seiten spielten noch mit einem Turm. Sein Gegner wehrte sich lange und zäh – wir erinnern uns: Berrenrath möchte aufsteigen – aber Jochen führte die Partie souverän zum Sieg.

 

Der Mannschaftssieg war ein Erfolg, mit dem vorher nicht unbedingt zu rechnen war.

Werner Rost

 

Br.Rangnr.SV Hürth-Berrenrath 2-Rangnr.SV Erftstadt 43,5:4,5
1 9 Tober, Karl Gerd - 26 Haupt, Joachim 0:1
2 10 Klein, Andreas Peter - 27 Rost, Werner 1:0
3 11 Schwibbert, Jonas - 28 Perrey, Gerhard ½:½
4 12 Bruker, Heinrich Josef - 29 Dossen-Horn, Bernd 1:0
5 13 Pannes, Hans-Günter - 30 Greve, Dörte 1:0
6 14 Esser, Heinz - 4002 Nerstheimer, Helmut 0:1
7 15 Wetzel, Manfred - 4003 Hechler, Christian 0:1
8 16 Sidorov, Anatolij - 4004 Moske, Leonhard 0:1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 4. Mannschaft erreicht mit 6 Leuten Remis!

 

Aufgrund des wieder hervorragend organisierten und verlaufenen Brötchenturniers am Freitag und eines Jugendturniers am Samstag konnten wir nicht auf unseren Nachwuchs zugreifen und mussten ausser Dörte unsere alten Herren einsetzen. Aber auch die können noch fast alle was. Nur einer patzte; aber man sagt ja, die ersten Pflaumen sind madig. Bernd hatte seiner Meinnung nach eine recht gute, wenn auch offene Eröffnung. Er spielte recht schnell, und dann kam der Fehler. Er war zu gierig auf einen Läufer und zog einen Bauern, statt den Nebenbauern zu decken. So konnte der Gegner diesen Nebenbauern schlagen und griff damit den noch eingesperrten Turm an. Bernd musste daher den Springer opfern, und damit war die Partie quasi verloren. Im weiteren Verlauf übersah er noch eine Springergabel und gab letztendlich 3 Züge vor dem Matt nach ca 70 Minuten Spieldauer auf. Unser Methusalem Helmut machte diese Scharte jedoch nach einer Viertelstunde mit einem Sieg wett, wobei er 30 und sein Gegner 55 Minuten brauchte. Es stand 3:1 für die Euskircher. Die anderen 4 Bretter standen noch ausgeglichen; die Euskircher sahen nicht viel Grund für Angriffe und spielten ein recht passives Schach. Doch nun kam die grosse Zeit der Sieger. Werner kam nach geschicktem und druckvollen Spiel mit Drohung einer Damenumwandlung zu einem Läufervorteil und postierte seine Bauern so geschickt, dass sein Gegner einem Doppelturmmatt an der Grundlinie nicht mehr entgehen konnte. Um 14:30 h stand es somit nur noch 3:2 für Euskirchen. Eine Viertelstunde später trennte sich Gerd von seinem Gegner mit einem Remis, was auch der Stellung entsprach. Obwohl der Gegner eine Bauern mehr hatte, war für ihn bei ungleichen Läufern kein Durchkommen. 3,5 : 2,5 für Euskirchen. Theoretisch hatten wir noch die Chance auf einen Sieg. Nun kam die grosse Stunde von Jochen. Aus einem recht verzwickten Mittelfeldstand fand er wie immer durch präzises und konzentriertes Spiel die Lösung im Gewinn eines Springers. Nun war sein Sieg nur eine Frage der Routine. Und die hat er! 3,5 : 3,5. Unsere Jüngste, Dörte, hatte bei Beginn der Partie einen Bauern erobert, musste diesen dann jedoch im späten Mittelspiel abgeben. Schliesslich einigte man sich auf ein Remis. Die beiden Mannschaften trennten sich somit auch mit Remis, 4 : 4. Insgesamt ein gutes Ergebnis für Erftstadt, wenn man an die beiden kampflosen Punkte für den Gegner denkt.

Noch eine kleine Bemerkung am Rande. Es spielte noch eine zweite Mannschaft parallel. Beide Mannschaften hatten an Brett 1 – 4 Super-Digitaluhren mit Beleuchtung usw., die Bretter 5 – 8 spielten in der Holzklasse!

 

Bernd Dossen-Horn

 

4. Mannschaft am 09.02.2014

Die Jugend der IV. Mannschaft ist wieder mal Matchwinner

 

Zum zweiten Mal in Folge sorgten die beiden U16-Spieler Christian und Leonhard für den Sieg unserer Mannschaft am heutigen Tag 09.02.2014 gegen die Schachfreunde aus Brauweiler für die beiden erspielten Siegpunkte, nachdem sie schon am Vortag in der U16-Mannschaft erfolgreich waren und den Aufstieg erspielt hatten. Einen herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön für diese beiden Spieler und ihr Engagement in unserem Schachverein. Doch nun speziell zu unserem heutigen Mannschaftsspiel. Unsere Gegner erschienen mit einer Vorhut von 3 Personen ca. 10:45 h und kündigten das Erscheinen von 2 weiteren Personen an. Auch wir konnten nicht vollzählig, sondern nur mit 7 Spielern antreten. Die beiden Nachzügler aus Brauweiler trafen gegen 11:30 h ein, und wir starteten den Mannschaftskampf. Gerd und Helmut hatten keine Gegner, dadurch jeweils einen Punkt gewonnen und vergnügten sich privat miteinander. Christian machte seine Gegnerin zielstrebig und mit genauem Spiel fertig, sodass wir nach 50 Minuten den dritten Punkt einfahren konnten. Bernd konnte bereits in der Eröffnung ziemlichen Druck aufbauen, gewann 2 Bauern, aber überließ unbeabsichtigt seinem Gegner dafür einen Springer. Dennoch war sein Druck so stark, dass sein Gegner kein großes Kapital daraus schlagen konnte. Dennoch war Bernd unsicher und bot nach dem 16. Zug Remis an, was sein Gegner nach einiger Überlegung annahm. In einem unverbindlichen Weiterspiel ergaben sich erhebliche Vorteile für Bernd, doch besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach! Nach eineinhalb Stunden konnte Leonhard an Brett 7 den Sack über seinem Gegner zumachen, nachdem dieser zwischendurch einen siegführenden Zug übersehen hatte. Aber manchmal sieht man die eigenen oder die Siegzüge des Gegners erst bei der Analyse seiner Partie zuhause! Auf jeden Fall hatten wir damit den Sieg mit 4,5 Punkten eingefahren. Unsere beiden ersten Bretter waren heute nicht so glücklich, Jochen musste nach einem Bauernverlust in der Anfangsphase sich dem konsequenten und genauen Spiel des Gegners geschlagen geben. Ebenso hatte Werner nicht die beste Eröffnung erwischt und musste dann später noch die Dame gegen einen Turm geben. Mit der Drohung eines Grundlinienmatts spielte er verbissen weiter, doch das sichere Spiel des Gegners brachte ihn schließlich zur Aufgabe. Somit ist die Begegnung 4:5 : 2,5 (das 8. Brett war beiderseits nicht besetzt!) ausgegangen. Damit sind wir im Mittelfeld der Tabelle angekommen.